Heilung auch für dich

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                                Heilung auch für dich  

Inhalt:SeiteEinleitung: Heilung - im Plan Gottes   Kapitel 1Befreit von Krankheit                           Kapitel 2Hindernisse, um Heilung zu empfangen Kapitel 3Warum viele nicht geheilt werden        Kapitel 4Wie man Heilung erhält                       Kapitel 5Göttliche Heilung für KinderBleibe   geheilt                             Kapitel 7Verse über göttliche Heilungin der Heiligen SchriftHeilung - im Plan Gottes EinleitungSchon viele Menschen sind aufgrund von Büchern über göttliche Heilung durch die Kraft Gottes geheilt worden. Aber andere bleiben krank und leidend, auch nachdem sie diese gelesen haben und für sie gebetet worden ist. Diese Menschen brauchen Lesestoff, der sie nicht nur inspiriert, sondern der sich auch mit den Fragen und Problemen derer beschäftigt, die Heilung suchen.Auf unseren Reisen sahen wir die Notwendigkeit für ein einfaches, praktisches und gezieltes Buch über göttliche Heilung, das vom Durchschnittschristen gelesen und verstanden werden kann. Zu diesem Zweck wurde dieses Buch geschrieben. Wir glauben, dass es den Leser inspirieren und im Glauben stärken wird, der bisher wenig oder nichts über göttliche Heilung wusste. Für solche, die Heilung gesucht, aber nicht erhalten haben, glauben wir, dass dieses Buch ihren Glauben stärken wird, so dass sie geheilt werden können.Der Autor schreibt dieses Buch mit der Überzeugung, dass Gott diejenigen heilt, die ihn im Glauben darum bitten, wenn sie die Bedingungen in seinem Wort erfüllen. Es ist unser Gebet, dass beim Lesen dieses Buches viele Menschen lernen, die Verheissungen, die Gott uns in seinem Wort gibt, in Anspruch zu nehmen.Kapitel 1BEFREIT VON KRANKHEITEines der grössten Hindernisse körperlicher Heilung ist die Unwissenheit über Gottes Willen. Bevor wir für die Heilung unseres Körpers glauben können, müssen wir jede Unsicherheit über Gottes Willen darüber beseitigen. Um Glauben für Heilung ausüben zu können, müssen wir zuerst wissen, was die Bibel darüber lehrt. Denn nur, wenn wir wissen, was Gott versprochen hat, kann jeder Zweifel und Unglaube abgelegt und starker Glaube entwickelt werden.Bevor wir nicht Gottes Willen kennen, haben wir nichts, auf das wir unseren Glauben gründen können. Die einzige Grundlage des Glaubens ist das Wort Gottes. Die Saat ist das Wort Im Gleichnis vom Sämann (Mark. 4,14-20) zeigt uns Jesus, dass das Wort Gottes der Same ist, der in den Boden, das Herz des Menschen, gesät wird. Ein Kranker, der von Gott geheilt werden will und nicht weiss, ob dies sein Wille ist, ist wie ein Bauer, der ernten möchte, bevor er gesät hat. Es ist das in unser Herz gepflanzte Wort Gottes, das unsern Körper heilt. Jesus sagte: “Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen” (Joh. 8,32). Befreiung von Krankheit und Beschwerden kommt nur durch das Wissen der Wahrheit über göttliche Heilung.Bevor jemand von Sünde befreit werden kann, muss er zuerst die Verheissung in der Bibel kennen, dass Gott alle errettet, die seinen Namen anrufen (Rom. 10,13). Wenn er diese Verheissung für Errettung durch Glauben in sein Herz aufnimmt, wird er wiedergeboren. Genauso muss jemand, der Heilung sucht, wissen, dass es Gottes Wille ist, alle Krankheit zu heilen (Psalm 1O3,3). Wenn er diese Verheissung oder diesen Samen in sein Herz aufnimmt, wird er die “Ernte der Heilung” in seinem Leben erfahren.Viele, die um Gebet für Heilung bitten, sollten zuerst unterrichtet werden, was Gott in seinem Wort über Heilung sagt. Glaube für Heilung kommt, genauso wie für Errettung durch das Hören des Wortes Gottes und dem danach Tun. Es gibt keinen Ersatz für das Wort, nicht einmal Gebet. Glaube kommt nur durch das Hören des Wortes Gottes (Rom. 10,17). Wo die Lehre fehlt, da fehlt der Glaube. In Nazareth konnte Jesus keine grossen Werke tun (Mark. 6,5), nur einigen wenigen Kranken konnte er die Hände auflegen und sie heilen. Die Bibel sagt: “Er verwunderte sich ihres Unglaubens” (Mark. 6,6). Ohne Zweifel war ihr Unglaube eine Folge von Mangel an Lehre. Jesus sah diesen Mangel; denn wir lesen im 6. Vers: “Und er zog durch die Dörfer rings umher und lehrte”. Der Autor hatte mit vielen Menschen zu tun, die körperlich angeschlagen waren und die sich von bekannten Gottesmännern die Hände auflegen und für ihre Heilung beten ließen. Und doch berichteten diese Menschen, dass sie immer noch von Krankheit in ihrem Körper gebunden waren. Diese Menschen glauben, dass sie nur jemand brauchen, der ihnen die Hände auflegt und für sie betet, und sie vielleicht, wenn sie Glück haben, geheilt werden. Aber Heilung hat nichts mit Glück zu tun! Heilung kommt durch Glaube an das Wort Gottes. Was diese Menschen wirklich brauchten, ist Lehre. “Halte fest an der Lehre, lass nicht ab, bewahre sie, denn sie ist dein Leben” (Spr. 4,13). Deine Heilung, ja, sogar dein Leben kann davon abhängen, wie du darauf reagierst, was in diesem Buch gelehrt wird. Tausende sind mit Krankheit geschlagen und haben keinen Glauben, weil sie nicht die Gelegenheit hatten, die Wahrheit über göttliche Heilung zu hören oder weil sie die Lehre darüber nicht annahmen. Es ist mein Gebet, dass viele die Wahrheiten, die in diesem Buch dargelegt sind, studieren und diese Prinzipien annehmen. Dann wirst du die herrliche Befreiung von Beschwerden und Krankheit erfahren. Krankheit begann mit dem Sündenfall Am Anfang sagte Gott: “Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich … Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie” (1. Mose 1,26-27). Mann und Frau wurden gesund und stark erschaffen, in Gemeinschaft mit dem Vater. Es war Gottes Wille für sie, gesund und rein zu bleiben, so wie er sie geschaffen hatte. Doch Satan, der auf Gottes Schöpfung eifersüchtig war, führte Adam und Eva in Versuchung, den Befehlen Gottes ungehorsam zu sein und sein Wort zu bezweifeln. Der Mensch sündigte gegen seinen Schöpfer und unterwarf sich, und damit die ganze menschliche Rasse, der Autorität und der Beherrschung Satans. Wegen dieser Sünde wurden Adam und Eva aus dem Garten Eden getrieben und von der Gegenwart Gottes getrennt. Indem sie sich Satan unterwarfen, haben sie ihre Autorität als Gottes Verwalter der Erde aufgegeben, und Satan wurde “Gott” dieser Welt (2. Kor. 4,4). Damit hatte Satan die Macht, Gottes vollkommene Schöpfung durch Beschwerden, Schmerzen und Krankheit zu zerstören. Der Mensch verlor seine Gesundheit erst, nachdem er gesündigt und seine Reinheit verloren hatte Beschwerde und Krankheit sind somit Folge des Ungehorsams des Menschen.Krankheit - eine Folge von SündeIm ganzen Alten Testament sehen wir Beispiele von Männern, deren Körper von Krankheit heimgesucht war, weil sie sündigten und Gott ungehorsam waren (4. Mose 12; 21,1-9). Die gleiche Wahrheit wird auch in 5. Mose 28 gelehrt, wo wir den Fluch für die Missachtung des Gesetzes Gottes finden. Gott sagt, beginnend mit Vers 15: “Wenn du aber auf aas Wort des Herrn, deines Gottes, nicht hörst und alle seine Gebote und Satzungen, die ich dir heute gebe, nicht getreulich erfüllst, so werden alle diese Flüche über dich kommen und werden dich erreichen: Verflucht bist du in der Stadt und verflucht bist du auf dem Felde. Verflucht ist dein Korb und dein Backtrog. Verflucht ist die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. Verflucht bist du, wenn du eingehst, verflucht, wenn du ausgehst …. Der Herr wird dir die Pest folgen lassen, bis er dich ausgerottet hat aus lern Lande, dahin du ziehen wirst, es zu besetzen. Der Herr wird dich schlagen mit der Schwindsucht und dem Fieber, mit der Entzündung und der Fieberglut, mit der Dürre, dem Ge-breidebrand und dem Vergilben, sie werden dich verfolgen, du vernichtet bist” (5. Mose 28,15-22). Der Fluch des Gesetzes wird im gleichen Kapitel weiter beschrieben: “Der Herr wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens, mit Beulen, mit Aussatz und Krätze, so dass du nicht geheilt werden kannst. Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn, mit Blindheit und Sinnesverwirrung, und du wirst am hellen Mittag tappen, wie ein Blinder im Dunkeln tappt, und es wird dir auf deinen Wegen nicht gelingen, und in wirst allezeit nur unterdrückt und beraubt sein, und niemand wird dir helfen” (Verse 27-29). “Der Herr wird dich an den Knien und Schenkeln schlagen und mit bösen Geschwüren, von denen du nicht geheilt werden kannst, von der Fusssohle bis zum Scheitel” (Vers 35). “Wenn du nicht alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, getreulich erfüllst, indem du diesen hehren und furchtbaren Namen, DEN HERRN, DEINEN GOTT, fürchtest, so wird der Herr mit ausgesuchten Plagen dich und deine Nachkommen heimsuchen, mit grossen und andauernden Plagen und mit bösen und andauernden Krankheiten; er wird über dich alle Seuchen Ägyptens bringen, vor denen du dich fürchtest, und sie werden dir anhaften. Auch allerlei Krankheiten und allerlei Plagen, die in dem Buche dieses Gesetzes nicht verzeichnet sind, wird (Verse 58-61). Diese Bibelstellen zeigen deutlich /’”dass Krankheit und Beschwerden Folgen von Ungehorsam des Menschen gegenüber Gottes Geboten sind. Die folgenden 11 Krankheiten sind hier als Strafe für Ungehorsam gegenüber Gottes Wort aufgezählt: Blindheit Geschwüre Schwindsucht (Tuberkulose) Beulen (Feigwarzen, Hämorrhoiden) Jieberglut Fieber Entzündung Krätze (Juckreiz) Sinnes Verwirrung Pest Aussatz (Hautkrankheiten) Ja, laut Vers 61 ist jede Beschwerde und jede Krankheit ein Teil der Strafe für den Bruch des Gesetzes Gottes. Gott schickt seinem Volk nicht Krankheit und Beschwerden, wie es allgemein angenommen wird. Wenn Gottes Volk seine Gebote nicht hielt, waren sie nicht mehr unter dem göttlichen Schutz; und ihrer Sünde und ihres Vergehens wegen kamen alle diese schrecklichen Plagen über sie. Wir können uns nicht vorstellen, dass es im Garten Eden Krankheit gab, bevor Adam sündigte; aber durch den Fall des Menschen kam Krankheit in die Welt. Der Sündenfall war das Werk des Feindes, deshalb haben Sünde und Krankheit den gleichen Ursprung. Krankheit - das Werk Satans Satan ist der Urheber von Krankheit und Gebundenheit, wie es in Luk. 13 gezeigt wird. Jesus ging am Sabbat in die Synagoge. “Und siehe, da war eine Frau, die achtzehn Jahre einen Krankheitsdämon hatte, und sie war verkrümmt und nicht imstande, sich ganz aufzurichten. Als Jesus diese sah, rief er sie herbei und sprach zu ihr: Weib, du bist von deiner Krankheit erlöst! Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sofort gerade und pries Gott” (Luk. 13,11-13). Der Vorsteher der Synagoge ärgerte sich darüber, dass Jesus die Frau geheilt hatte, weil es Sabbat war. Aber Jesus sagte: “Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, achtzehn Jahre lang gebunden hielt, sollte sie am Sabbattag nicht von dieser Fessel befreigebunden war! Die Bibel sagt klar, dass hier Gebundenheit und Krankheit von Satan kommen. Petrus sagte, als er zu der Familie des Kornelius predigte: “Gott hat Jesus von Nazareth mit heiligem Geist und Kraft gesalbt; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm” (Ap. 10,38). Dies ist ein weiterer Vers, der verdeutlicht, dass es Satan ist, der uns körperlich angreift. Doch der Vater will alle seine Kinder heilen, weil er Jesus für dieses gute Werk der Heilung der Kranken gesalbt hat.Heilung durch ErlösungHeilung war in Gottes Erlösungsplan eingeschlossen. Jesus ging ans Kreuz als ganzer Mensch mit Geist, Seele und Leib, um den ganzen Menschen zu erlösen nach Geist, Seele und Leib. Jesaja sagte folgende Worte vom Messias: “Doch wahrlich, unsere Krankheiten hat er getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber wähnten, er sei gestraft, von Gott geschlagen und geplagt. Und er war doch durchbohrt um unserer Sünden, zerschlagen um unserer Verschuldigung willen; die Strafe lag auf ihm zu unserem Heil, und durch seine Wunden sind wir genesen” (Jes. 53,4-5). Viele erklären, dass hier geistliche und nicht körperliche Heilung gemeint sei. Tatsache ist aber, dass Jesaja 53,4 sich nicht auf geistliche Dinge beziehen kann, sondern nur auf körperliche Krankheit, was in Matth. 8,16-17 bewiesen wird: “Und er (Jesus) trieb die Geister mit dem Worte aus und heilte alle Kranken, damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesprochen worden ist, welcher sagte: ‘Er nahm unsere Gebrechen weg, und unsere Krankheiten trug er fort1.” Zu sagen, dass Matthäus einen falschen Vergleich zog, wäre soviel, wie den Heiligen Geist beschuldigen, er hätte einen Fehler gemacht, als er seine eigene Voraussage zitierte. Matthäus erklärte, dass Jesus die Prophezeiung von Jesaja 53,4 erfüllte, wo es heisst, dass er alle unsere Krankheiten und Schmerzen trug. Auch Petrus sagt im Neuen Testament: “Er (Jesus) hat unsere Sünden an seinem Leibe selber an das Holz hinaufgetragen, damit wir von den Sünden loskämen und der Gerechtigkeit lebten; durch seine Wunden seid ihr geheilt worden” (1. Petr.2,24). Der Fluch des Gesetzes schliesst alle Arten von Krankheiten und Beschwerden ein, die es gibt. Paulus schreibt darüber in Gal. 3,13: “Christus hat uns von dem Fluch des Gesetzes losgekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht geschrieben: ‘Verflucht ist jeder, der am Holze hängt’.” Hier heisst es deutlich, dass Christus am Kreuz den Fluch des Gesetzes getragen und uns deshalb von allen Gebrechen und aller Krankheit erlöst hat. Die meisten Menschen glauben, dass Jesus am Kreuz nur unsere Sünden und Übertretungen getragen hat. Sie erkennen oft nicht, dass diese Errettung auch körperliche Heilung einschliesst. Das Wort “Errettung” kommt von dem griechischen Wort   s o t e r i a ,  . was Befreiung, Bewahrung, Heilung, Gesundheit und, körperliches Wohlergehen bedeutet. Das griechische Wort s o z o ,   das mit “errettet” übersetzt wird, bedeutet auch Heilung, Gesundheit, vollständig gemacht. Beide griechischen Wörter für “errettet” und “Errettung” bedeuten körperliche   und   geistliche Errettung oder körperliche   und   geistliche Heilung.Heilung - das Werk ChristiWir müssen nur das Leben und den Dienst Jesu auf Erden betrachten, um den Willen Gottes über Heilung zu erkennen. Jesus war Gottes Wille in Person und kam vom Himmel, um einzig den Willen seines Vaters zu tun (Joh. 6,38). Seine Aussage: “Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen” (Joh. 14,9), macht es uns unmöglich, die Idee anzunehmen, dass Krankheit und Gebrechen von Gott kommen. Die Haltung Jesu der Krankheit gegenüber ist in seinem unbarmherzigen Kampf gegen Satan, dem Urheber aller Krankheit, manifestiert. Jesus sagte: “Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich euch sage, rede ich nicht von mir aus; der Vater aber tut seine Werke, indem er bleibend in mir ist” (Joh. 14,10). Jesus tat die Werke Gottes, als er alle, die um Heilung zu erlangen zu ihm kamen, heilte (Matth. 4,23+24; 8,16; 12,15; Luk. 6,17-19) Dehalb hat Jesus, als er die Kranken heilte, allen Menschen den Willen seines Vaters im Himmel gezeigt. Die ersten Jünger und HeilungWir wissen, dass göttliche Heilung im Willen Gottes ist, weil sie auch in den Dienst der ersten Jünger eingeschlossen war. Die Bibel sagt: “Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Macht über die unreinen Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen”  (Matth. 10,1). Jesus sagte zu ihnen: “Wenn ihr aber hingeht, so predigt: ‘Das Reich der Himmel ist genaht’. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es” (Matth. 10,7-8)! Göttliche Heilung ist auch ein Teil des Missionsbefehles, den Christus seiner Gemeinde gab. Kurz bevor er gen Himmel fuhr, befahl er seinen Jüngern, in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu predigen (Mark. 16,15). Jesus sagte ihnen, dass alle, die das Evangelium glauben würden und sich taufen liessen, errettet würden. Er sagte auch, dass denen, die glauben, gewisse Zeichen folgen würden. Eines der Zeichen, das allen Gläubigen versprochen wurde, war, dass “sie Kranken die Hände auflegen und diese genesen werden” (Vers 18). Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war, fingen seine Jünger an zu predigen. Es wird uns gesagt, dass der Herr ihr Wort mit nachfolgenden Zeichen bestätigte (Vers 2O). Auch wenn heute das Evangelium gepredigt wird, sollten wir erwarten, dass die gleichen Zeichen das gepredigte Wort bestätigen. Als Jesus den Missionsbefehl gab, befahl er, dass diejenigen, die glauben, getauft werden sollten. Gleichzeitig befahl er den Gläubigen, den Kranken die Hände aufzulegen. Wenn wir die Heilung der Kranken als nicht gültig auf die Seite legen, dann sollte auch die Wassertaufe auf die Seite gelegt werden. Wenn wir nicht mehr an Christus, den Heiler, glauben können, wie können wir dann noch an Christus, den Erlöser, glauben? Wenn wir weiterhin mit Wasser taufen, um unseren Glauben an Jesus Christus als Erretter zu zeigen, müssen wir auch weiterhin den Kranken die Hände auflegen. Wie können wir zu sagen wagen, dass für die damaligen Gläubigen der ganze Missionsbefehl gültig war, heute aber nur noch ein Teil davon?Heilung in der GemeindeEin weiterer Beweis dafür, dass Christus will, dass wir für unsere Heilung zu ihm gehen, ist die Tatsache, dass er nach seiner Auffahrt in den Himmel seiner Gemeinde die Gaben der Heilungen geschenkt hat (1. Kor. 12,28), damit sein irdischer Dienst durch seinen Leib, die Gemeinde, weitergeführt werden konnte. Seit den Tagen der Apostel bis zum jetzigen Zeitalter sind in der Kirchengeschichte Manifestationen von übernatürlichen Gaben aufgezeichnet worden. Solange die Gemeinde besteht, werden Gaben zur Heilung der Kranken vorhanden sein. Es ist offensichtlich, dass Heilung im täglichen Leben der ersten Gemeinde eine wichtige Rolle spielte. Die Apostelgeschichte gibt uns Aufschluss darüber (siehe Kapitel 3,1-8; 6,8; 8,5-8; 9,1O-18 u. 32-42; 14,8-10; 19,11-12; 28,8-9). Zum Beispiel: “Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke … so dass man die Kranken sogar auf die Strassen hinaustrug und sie auf Bahren und Betten legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschattete. Es kam aber auch die Menge aus den Städten um Jerusalem herum zusammen, und sie brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, und sie wurden alle geheilt” (Ap. 5,12, 15-16). Die Apostel waren nicht die einzigen, die Kranke heilten. Ein Jünger in Damaskus mit Namen Ananias betete für Paulus. “… Und alsbald fiel es ihm von den Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend” (Ap. 9,1O ff).Wir hören von Origenes, einem der grossen christlichen Väter des 3. Jahrhunderts, dass die Christen zu seiner Zeit nicht nur böse Geister austrieben, sondern auch viele wunderbare Heilungen ausführten.Mit der Reformation fand eine Wiederbelebung der Gaben der Heilungen statt, die bis zum heutigen Tag noch besteht. Männer wie John Wesley, George Fox und Charles Finney sind nur einige Beispiele von denen, die gebraucht wurden, um Hunderte von Menschen zu heilen.Schlussfolgerung; Gottes WilleIn Jakobus 5,14-16 wird Gottes Wille in bezug auf Heilung durch den einfachen Befehl deutlich, dass, wer krank ist in der Gemeinde, um Salbung mit Öl und Gebet bitten soll. Dazu wird die Verheissung gegeben, dass das Gebet des Glaubens den Kranken aufrichten wird. Wollte Gott, dass wir für etwas bitten, was nicht sein Wille ist? Wir haben gesehen, dass Gottes Wort uns direkt offenbart, dass er uns heilen möchte. Christus hat unsere Krankheiten und Schmerzen am Kreuz getragen (Jes. 53,4); deshalb müssen wir sie nicht mehr tragen. Wenn der Vater im Himmel wollte, dass einige von uns krank wären, hätte Jesus nicht unsere Schmerzen und Krankheiten auf Golgatha getragen. Denn sonst hätte er uns genau von dem erlöst, was wir ja tragen sollten. Da Christus sagte: “Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun” (Hebr. 1O,9), können wir sicher sein, dass Heilung der Wille des Vaters ist. Viele haben versucht, das Testament (den Willen) des Vaters neu zu formulieren. Ein Testament jedoch kann nicht mehr geändert werden, wenn der, der es gemacht hat, gestorben ist. Bevor er diese Welt verliess, hat Jesus uns offenbart, dass der Wille des Vaters Befreiung von Sünde und Krankheit einschliesst. Wenn du Heilung brauchst, nimm die unbiblische Lehre nicht an, die dich ermutigt, krank zu bleiben! Lies den Willen des Vaters (sein Wort)! Gebrauche die Verheissungen, die darin für dich enthalten sind, und nimm sie im Namen Jesu an!Befiehl Satan ohne Furcht, seine Hände von deiner Gesundheit zu nehmen, die dir von Rechts wegen zusteht. Der ganze Himmel ist bereit, dir deine Rechte wiederzugeben, wenn du es wagst, sie in Anspruch zu nehmen. Satan hat die Herzen von Männern und Frauen verblendet, so dass sie die Segnungen von Golgatha nicht erkennen (Psalm 103,3). Aber Jesus sagte: “Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen” (Joh. 8,32). Glaube seinen Verheissungen, dich gerade jetzt zu heilen! Sage mit mir: “Durch seine Wunden bin ich geheilt, weil seine Erlösung für immer mir gehört!” Kapitel 2 HINDERNIE, UM HEILUNG ZU EMPFANGEN Viele Christen, die von ganzem Herzen für Gott leben, sind von Krankheit geplagt und bleiben oft krank, auch nachdem mit ihnen für ihre Heilung gebetet worden ist. Das ist die Folge von falschem Verständnis des Wortes Gottes. Nach Römer 12,3 haben diese Menschen Glauben, aber ihr Glaube wankt, weil sie sich für falsche Lehren geöffnet haben. Oft wurde Gottes Wort durch menschliche Lehre ersetzt, und die Menschen, die diesen traditionellen Lehren Glauben geschenkt haben, machen damit in ihrem Leben das Wort Gottes ungültig (Mark. 7,13).Krankheit zur Ehre Gottes?Eine weitverbreitete Ansicht ist, dass einige nicht geheilt werden können, weil sie zur Ehre Gottes krank sind. Diese Ansicht gründet sich auf zwei falsch interpretierte Begebenheiten im Dienst Jesu.1. Lazarus. Die Anhänger dieser Ansicht weisen auf das elfte Kapitel des Johannesevangeliums hin. Als Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, erhielt er die Nachricht, dass Lazarus krank war. Er antwortete: “Diese Krankheit führt nicht zum Tode, sondern sie dient zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht wird” (Joh. 11,4). Als Jesus schliesslich mit seinen Jüngern in Bethanien ankam, war Lazarus schon vier Tage tot. Martha ging Jesus entgegen und sagte, wenn er dagewesen wäre, wäre ihr Bruder nicht gestorben (Verse 2O-21). Jesus war sicherlich nicht mit Loben und Danken empfangen worden; auch wurde Gott nicht die Ehre gegeben. Martha sah keine Ehre im Tod ihres Bruders Lazarus. Erst nachdem Lazarus auferweckt worden war, als Jesus ihn rief, wurde so Gott die Ehre gegeben. Es ist beachtenswert, dass Gott für die Auferstehung gepriesen wurde, nicht für die Krankheit oder den Tod!2. Der Blindgeborene. Im neunten Kapitel des Johannesevangeliums lesen wir, dass Jesus einen Mann sah, der blind geboren wurde. Die Jünger fragten ihn, wer gesündigt habe, der Mann oder seine Eltern. Jesus antwortete: “Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden” (Joh. 9,3). Aus dieser Bibelstelle ziehen viele den Schluss, dass dieser Mann blind geboren wurde, auf dass Gott durch seine Blindheit Ehre erhalten würde. Dies ist jedoch nicht gemeint. Wenn dieser Mann zur Ehre Gottes blind geboren worden wäre, wie es einige auslegen, dann hätte Jesus Gottes Willen zuwider gehandelt, als er an jenem Tag dem Mann sein Augenlicht wiedergab! Nein, dieses Menschen Blindheit diente nicht zur Ehre Gottes. Vielmehr gab die Blindheit Gelegenheit, dass die Werke Gottes an ihm offenbart werden konnten. Gott wurde erst die Ehre gegeben, als die, die den blinden Mann kannten, feststellten, dass dieser durch das Wort Jesu sehend geworden war.Wir lesen in Matthäus: “Und eine grosse Volksmenge kam zu ihm, die Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere bei sich hatte, und sie warfen sie ihm zu Füssen; und er heilte sie, so dass die Volksmenge sich verwunderte, als sie sahen, dass Stumme redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gingen und Blinde sahen; und sie verherrlichten den Gott Israels” (Matth. 15,30-31). Nicht ihr Kranksein, sondern ihr Geheiltwerden veranlasste die Volksmenge, Gott zu preisen. Was würde Gott für Ehre und Preis zukommen, wenn jeder Verkündiger heute deutlich die Verheissungen in der Bibel über göttliche Heilung lehren würde und dann den Kranken die Möglichkeit gäbe, sich von Jesus heilen zu lassen!Nicht ein einziges Mal in seinem ganzen Dienst hier auf Erden hat Jesus zu einem Kranken, der geheilt werden wollte, gesagt: “Es ist der Wille meines Vaters, dass du zu seiner Ehre krank bleibst.” Es ist unvorstellbar zu denken, dass Jesus so etwas sagen würde. Und es ist genauso unvorstellbar zu denken, dass unser liebender himmlischer Vater geehrt wird durch Menschen, die krank, geplagt und von der Macht der Krankheit gebunden bleiben. Nein, Gott wird gepriesen, wenn die Kranken und Gebrechlichen Heilung und Befreiung erfahren. Wieder andere erklären, dass Krankheit in unserem Körper ein Zeichen der Liebe Gottes gegen uns sei. Kein Wunder, dass Sünder nicht interessiert sind, an dieser “Liebe” teilzuhaben! Nirgends im Wort Gottes wird von Krankheit als einem Zeichen der Liebe und etwas Gutem von dem allmächtigen Gott gesprochen. Wie wir schon gesehen haben, ist Krankheit die Strafe für Sünde (5. Mose 28; 4. Mose 15,26; 23,25).Leiden Eine andere Bibelstelle, die oft falsch ausgelegt wird, ist 1. Petr. 5,1O, wo wir folgendes lesen: “Der Gott aller Gnade aber, der euch zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus nach kurzem Leiden berufen hat, der wird euch bereiten, stärken, kräftigen, gründen.” Viele Verkündiger des Wortes Gottes versuchen aus solchen Stellen zu zeigen, dass es für manche Menschen Gottes Wille ist, krank zu sein, und setzen “Leiden” mit Krankheit gleich.Die Frage ist: Kann man auch anders, als durch Krankheit, leiden?1. Für Jesus waren Sünde und Krankheit Übel, und sein Dienst schloss die Befreiung davon ein. Jesus sagte nirgends, dass unser Leiden körperliche Krankheit sei. Wir müssen uns über die Tatsache klar werden, dass Jesus am Kreuz unsere Sünde und Krankheit trug, aber nicht unsere Leiden (Verfolgung und Versuchungen). Er sagte seinen Jüngern, dass sie ihr Kreuz tragen müssten, aber nirgends erwähnt er, dass dieses Kreuz Krankheit sei. Paulus gibt in 2. Kor. 11,23-28 eine Liste von all dem, was er durchgemacht hatte. Aber nicht   e i n m a l erwähnt er körperliche Beschwerden oder Krankheit. Diese Schwierigkeiten waren Leiden, die er für Christus durchmachte. Auf solche Leiden bezieht sich auch Petrus in1. Petr. 5,1O. Auf die Leiden des Paulus wird später noch in Einzelheiten eingegangen.2. Die Apostel. Von den Aposteln wird berichtet, dass sie geschlagen wurden, weil sie das Evangelium verkündigt und Kranke geheilt hatten. Gleich anschliessend heisst es: “Sie gingen nun freudig vom Hohen Rat fort, weil sie gewürdigt worden waren, für den Namen Jesu Schmach zu leiden” (Ap. 5,41). Wie litten die Apostel? Ihr Leiden war nichts anderes als Verfolgung durch Menschenhand .3. Petrus hatte viel zu sagen über Leiden und versuchte, die Gläubigen zu trösten, die durch die “Feuersglut der Leiden” gingen. Stellen wie 1. Petr. 1,3-7; 3,13-15; 4,12-16 zeigen, dass “Leiden” nichts mit Krankheit zu tun hat, sondern sich auf Verfolgung, Trübsal und Versuchung bezieht. Die Bibel sagt, dass, wenn wir mit Jesus leiden, wir auch mit ihm regieren werden, und nicht, wenn wir mit ihm krank sind. Niemand wird eine Krone für Kranksein erhalten. Auch glaubt kein Kranker, dass er eine Krone erhalten wird, sonst würde er nicht einen Arzt rufen, um ihm zu helfen, oder Gott um Heilung bitten. Es ist paradox zu glauben, dass Krankheit manchmal Gottes Wille ist. Menschen dieser Ansicht bitten zwar nicht Gott um Heilung, haben aber kein schlechtes Gewissen, alles Menschenmögliche zu versuchen, ihre Krankheiten zu bekämpfen und wieder gesund zu werden. Wenn Beschwerden und Krankheit wirklich im Willen Gottes liegen, warum versuchen wir dann, sie loszuwerden und “Gottes Willen” zu vereiteln? Wenn Krankheit von Gott ist, sollten wir um eine doppelte Portion von diesem “Segen” bitten. Es ist offensichtlich, dass diejenigen, die sagen, dass Gott manchmal will, dass wir krank bleiben, es selber nicht glauben. Denn sie geben sich nur solange mit der Krankheit zufrieden, bis sie durch die Medizin geheilt werden können. Lasst uns auf das Kreuz sehen und die vollständige Erlösung in Jesus Christus annehmen! Er liess seinen Körper freiwillig schlagen, auf dass wir nicht krank sein müssen (1. Petr. 2,24). Lasst uns das Erlösungswerk Christi in unserem Leben nicht verleugnen, indem wir krank und bettlägerig bleiben!ZüchtigungJemand stellt vielleicht die Frage: “Aber züchtigt Gott nicht manchmal seine Kinder durch Krankheit?” Wenn wir Gott ungehorsam sind, kann er Beschwerde und Krankheit als Züchtigung erlauben. Aber Gott zeigt uns, wie wir diese vermeiden können. In 1. Kor. 11,31-32 lesen wir: “Wenn wir jedoch mit uns selbst ins Gericht gingen, würden wir nicht gerichtet. Indem wir aber gerichtet werden, werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.” Gott züchtigt uns, um uns vom letzten Gericht zu befreien. Gott verspricht aber, diese Züchtigung von uns abzuwenden, wenn wir unsere Schuld einsehen und bereuen. Göttliche Heilung ist nicht allen versprochen, sondern nur denen, die Gottes Wort glauben und ihm gehorsam sind.Einwände gegen HeilungDiejenigen, die darauf bestehen, dass manche krank sind,weil es Gottes Wille ist, scheinen an einigen Beispielen in der Bibel eine Bestätigung zu finden. Sie glauben, dass in diesen Stellen deutlich gezeigt wird, dass einige der treues-ten Diener Gottes eine Krankheit tragen sollten. Wir möchten uns kurz mit den Gründen dieser Krankheiten und den meist angeführten Fällen beschäftigen.“HiobLaut Gottes Aussage war Hiob ein gottesfürchtiger Mann und ohne Tadel, weil er Gott fürchtete und dem Bösen feind war (Hiob 1,8). Wenn wir jedoch das Buch Hiob genau studieren, finden wir Gründe dafür, dass Gott diese Heimsuchung zuliess. Gott übergibt seine treuen Nachfolger nicht einfach Satan, um dem Teufel etwas zu beweisen. Hiobs Treue war bewiesen, aber es ging bei Hiobs Versuchung um einen viel tiefer liegenden Punkt.Als er entdeckte, dass seine Frau ihn verhöhnte, seine Freunde ihn missverstanden und beschuldigten und er körperliche Qualen litt, rief er aus: “Denn was ich fürchte, das kommt über mich, wovor ich schaudere, das trifft mich” (Hiob 3,25). Warum wurde Hiob krank? Er hatte Furcht in seinem Herzen. Furcht ist eine geöffnete Tür, durch die der Feind angreifen kann.Furcht ist ein Gefühl, das ein idealer Boden für Krankheit ist.Glaube ist unser Schutz gegen Sünde, Krankheit und alle Werke des Teufels. Solange Hiob im Glauben wandelte, war er von einer Mauer umgeben, die Satan nicht durchdringen konnte. Hiob liess Furcht in seinem Leben zu. Erst dann fiel Gottes Schutzwall weg, wodurch es Satan möglich wurde, Hiob mit bösen Geschwüren zu schlagen (Hiob 2,7).In seiner verzweifelten Lage prüfte Hiob sein Leben und fand durch den Kampf seiner Seele ein neues Verhältnis zu seinem Schöpfer. Er hatte Gott gefürchtet und das Böse vermieden. Aber als seine Frau ihm sagte, er sollte Gott fluchen und sterben, und als seine Freunde ihn falsch beschuldigten, entdeckte Hiob, dass er in seiner Lage nur mit einem durchkommen konnte - Glaube an Gott. In völliger Hilflosigkeit rief er: “Und wenn er mich erwürgt, will ich ihm doch vertrauen” (Hiob 13,15). Gott konnte diesen Glauben nicht übersehen. Auf Hiobs Glauben hin begann Gott zu wirken und ihn zu befreien. Als Hiob bereit war, für seine Freunde zu beten, die ihn verworfen hatten, “wandte der Herr Hiobs Geschick” (Hiob 42,10).Den herrlichsten Teil der ganzen Geschichte finden wir in den letzten Versen des Buches Hiob. Nachdem Hiob für seine Freunde gebetet hatte, befreite ihn Gott nicht nur aus der Hand des Teufels, sondern “er gab Hiob doppelt soviel, als er gehabt hatte” (Hiob 42,1O). Weiter heisst es: “Und der Herr segnete Hiob hernach mehr als zuvor” (Vers 12). Hiob lebte noch 140 Jahre, und wir finden keine Aufzeichnung mehr, dass er je wieder von Geschwüren geplagt worden war! Viele Menschen trösten sich in ihrer Krankheit, indem sie sich mit Hiob vergleichen. Doch es gibt einen grossen Unterschied. Hiob wurde geheilt, während diese Menschen oft im Elend bleiben, weiterhin gebunden durch Beschwerde und Krankheit. Nur die, die geheilt werden, können sich wirklich mit Hiob vergleichen.EpaphroditusEin anderer Fall, der häufig erwähnt wird, ist Epaphroditus, ein Mitarbeiter von Paulus. In Phil. 2,27 lesen wir, dass Epaphroditus, während er mit Paulus zusammen war, krank wurde, ja, sogar todkrank. Aber Paulus fährt fort: “Aber Gott hat sich seiner erbarmt” (hat ihn geheilt), so dass er die lange Reise von Rom nach Philippi machen konnte und durch seine Gegenwart den Philippern die Grösse der Macht und Liebe Gottes ihm gegenüber zeigen konnte. Paulus erklärte auch den Grund, warum Epaphroditus krank wurde. “Denn um des Werkes Christi willen ist er bis nahe zum Tode gekommen und hat sein Leben aufs Spiel gesetzt, um zu ersetzen, was bei eurer Dienstleistung gegen mich noch fehlte” (Vers 30). Paulus hatte in Philippi gedient und war von den Mitgliedern der Gemeinde finanziell nicht genügend unterstützt worden. Anscheinend hat Epaphroditus die Verantwortung für die restlichen Finanzen auf sich genommen. Er arbeitete schwer, über seine körperlichen Kräfte hinaus, und wurde von einer Krankheit befallen, die ihm fast das Leben kostete. Obwohl das Motiv der Arbeit des Epaphroditus ein gutes war, litt er doch körperlichen Schaden. Auch in einer wertvollen Arbeit, wie das Evangelium verbreiten, ist es möglich, den Körper über das Vermögen hinaus zu beanspruchen, als Gott es vorgesehen hat. Doch Gott war gnädig! Nach einer Ruhepause konnte Epaphroditus seine Arbeit für den Herrn wieder aufnehmen.Trophimus - Heilung erfordert GlaubenEin anderes Hindernis für göttliche Heilung 2. Tim. 4,2O genommen, wo Paulus schreibt: Korinth geblieben; Trophimus aber habe ich in Milet krank zurückgelassen.” Einige argumentieren, dass Heilung nicht immer der Wille Gottes sein kann Trophimus auch krank in Milet zurücklassen musste. Wir müssen  jedoch verstehen, dass es bei Heilung in erster Linie auf den Glauben dessen ankommt, der geheilt  werden möchte. In Markus 5,25-34 lesen wir von einer Frau, die zwölf Jahre an einem Blutfluss gelitten hatte. Diese Frau hatte unter den Ärzten viel mitgemacht und hatte an sie ihr ganzes Geld verbraucht. Und doch wurde ihr Zustand nicht besser, sondern schlimmer. Als sie von Jesus hörte, streckte sie ihre Hand aus, berührte sein Kleid und wurde sofort geheilt. Laut den Worten Jesu hatte ihr Glaube sie gesund gemacht. Ohne ihren Glauben hätte sie die Hindernisse nicht überwunden, die es scheinbar unmöglich machten, Jesus zu berühren .Ein anderes Mal kamen zwei Blinde zu Jesus, die geheilt werden wollten (Matth. 9,27-31). Der Heiland berührte ihre Augen, und die Männer wurden sehend. Was war es, das die Augen dieser Blinden öffnete? Nachdem er sie berührt hatte, sagte er: “Euch geschehe nach eurem Glauben” (Vers 29). Es war ihr Glaube, der mit der Macht Gottes zusammenwirkte, der ihnen Heilung und Befreiung brachte.Glaube ist die Bedingung für alle Verheissungen Gottes. Es gibt keinen anderen Weg, irgend etwas von Gott zu empfangen. Diese Tatsache steht deutlich in Jak. 1,5-7. “Wenn aber jemand von euch an Weisheit Mangel hat, erbitte er sie von Gott, der allen ohne weiteres gibt und nicht schilt, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber mit Zuversicht und zweifle nicht, denn der Zweifler gleicht der Welle des Meeres, die vom Winde bewegt und getrieben wird. Denn ein solcher Mensch meine nicht, dass er etwas vom Herrn empfangen werde.” Ohne Glauben können wir keine Verheissung Gottes empfangen. Da einige Männer Gottes die Gaben der Heilung und Wunder ausüben, meinen viele Leute fälschlicherweise, dass sie nur die Versammlungen besuchen müssten, wo diese Gaben betätigt werden. Sie meinen, die Gaben der Heilung würden ihren eigenen Glauben ersetzen. Aber das ist unbiblisch! Jesus übte die Gaben der Heilungen und Wunder aus, als er auf Erden seinen Dienst ausführte. Doch Markus zeigt unsMark. 6,5 deutlich, dass Jesus in Nazareth nur soweit Zeichen und Wunder wirken konnte, wie die Leute glaubten. “Und er konnte dort keine Machttat vollbringen, ausser dass er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte” (Mark. 6,5). In gleicher Weise werden Gaben der Heilung, die heute von Männern Gottes ausgeübt werden, nur Heilung bringen, wenn wir glauben. Als Paulus in Lystra war (Ap. 14), sah er einen Mann “ohne Kraft in den Füssen, lahm von Mutterleib an, der nie hatte gehen können” (Vers 8). Paulus legte nicht sofort seine Hände auf diesen Mann; denn er wusste, dass der Mann selber glauben musste, um geheilt zu werden. Nachdem der Krüppel die Predigt des Wortes Gottes gehört hatte, hatte er den Glauben, den er brauchte. “Als Paulus ihn anblickte und sah, dass er den Glauben für seine Heilung hatte, sprach er mit lauter Stimme: ‘Stelle dich aufrecht auf deine Füsse!1 Und er sprang und ging umher” Ap. 14,9-1O). Obwohl Paulus die Gaben der Heilung ausübte, wusste er, dass diese Gaben in sich selber nicht genügten, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Der Hilfesuchende darf nicht zweifeln, sondern muss selber glauben, sonst nützt auch der Glaube des Predigers nichts. So war es auch die Verantwortung des Trophimus, für seine Heilung zu glauben, und nicht die Verantwortung des Paulus. Auch unterscheidet die Bibel zwischen spontanen und allmählichen Manifestationen der Heilung. Als Jesus zu dem königlichen Beamten sprach: “Gehe hin, dein Sohn lebt!”, ging es dem Kind von Stund an besser (Joh. 4,46-54). Wie es aussah, war Trophimus immer noch krank, als ihn Paulus zurückliess, aber zweifellos hatte der Heilungsprozess begonnen.“Wenn es dein Wille ist”Ein anderes Hindernis für göttliche Heilung ist der Zusatz: “Wenn es dein Wille ist” zum Gebet für Heilung. In seinem Wort offenbarte Gott, dass es sein Wille ist zu heilen. Ein “wenn” hinzuzufügen zeigt, dass wir eigentlich nicht sicher sind, ob Gott sich auch an sein Wort halten wird. Das “wenn” in vielen Gebeten enthüllt Zweifel und wird von vielen als Entschuldigung ihres Unglaubens benützt, wenn die Heilung nicht eintrifft. Sie weisen darauf hin, dass es wohl nicht Gottes Wille war, dass sie geheilt würden. Mit einer solchen Aussage machen sie Gott zu einem Lügner; denn er sagt in Psalm 1O3,3 deutlich, dass er alle Krankheiten heilen will. Die, die glauben, sie müssten ihre Gebete mit “wenn es dein Wille ist” beenden, zitieren gewöhnlich das Beispiel Jesu im Garten Gethsemane, als er voll Pein ausrief: “Vater, wenn du willst, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe” (Luk. 22,42). Jesus betete hier nicht für etwas, das der Vater versprochen hatte; er wollte durch sein Gebet sich nicht aus seiner Lage befreien. Sein Gebet war der verzweifelte Schrei eines Menschen, der sich in einem Todeskampf befindet.Es ist jedoch wichtig, dass wir den Willen Gottes erkennen und in Einklang damit beten. Wenn unsere Gebete mit seinem Wort übereinstimmen, dann stimmen sie auch mit seinem Willen überein. Denn Gottes Wort ist Gottes Wille. Manche Christen glauben, dass Jesus uns lehrte zu beten: “Vater, dein Wille geschehe.” Wenn wir aber den Rest des Bibelabschnittes lesen, sehen wir, dass Jesus uns lehrte: “Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden” (Luk. 11,2). Dieser Vers bedeutet nicht, dass wir alle unsere Gebete mit “wenn es dein Wille ist” beenden sollen, sondern dass Gottes Wille, so wie er im Himmel getan wird, auch auf der Erde ausgeführt werden solle. Es gibt im Himmel keine Krankheit oder körperlichen Leiden. Da es sein Wille ist, dass es im Himmel keine Krankheit gibt, will er auch, dass es unter seinen Kindern auf der Erde keine Krankheit gibt. Wenn wirklich Gottes Wille auf Erden geschieht so wie im Himmel, wird es unter den Kindern Gottes keine Krankheit geben. Manchmal müssen wir darum beten, dass der Herr uns in einer Angelegenheit seinen Willen zeigt, wenn sein Wort nicht speziell darüber Auskunft gibt. In Jak. 4,13-15 finden wir davon ein Beispiel: “Nun wohlan, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt ziehen und wollen daselbst ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen! Ihr wisst ja nicht, wie es morgen um euer Leben steht! Denn ein Hauch seid ihr, der eine kleine Zeit sichtbar ist, hernach auch wieder verschwindet.” Ohne spezielle Verheissungen sollen wir also beten: “Wenn es dein Wille ist.” Aber bei einer bestimmten oder allgemeinen Verheissung erwartet Gott, dass wir sie als seinen Willen für uns annehmen .Denke daran, Gottes Wort ist Gottes Wille! Deshalb brauchen wir nicht zu beten: “Herr ,heile mich, wenn es dein Wille ist”, sondern wir haben die feste Gewissheit, in seinem Willen zu beten, weil Gott seinen Willen über Heilung in seinem Wort geoffenbart hat. “Und darin besteht die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er auf uns hört, wenn wirnach seinem Willen um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er auf uns hört bei dem, worum wir bitten, so wissen wir auch, dass wir das Erbetene wirklich besitzen, das wir von ihm erbeten haben” (1. Joh.5,14-15).Der Dorn im FleischDer wohl am meisten verbreitete Einspruch gegen die Lehre von göttlicher Heilung ist der Dorn im Fleisch des Paulus. Diese Lehre besagt, dass Paulus eine Krankheit hatte, die Gott nicht heilen wollte, was zu der falschen Auffassung führt, dass Gott manchmal seine Kinder nicht heilen will, damit er verherrlicht werde. Um dieses Thema richtig zu verstehen, müssen wir genau herausfinden, was die Bibel über den Dorn im Fleisch des Paulus sagt.Der Ausdruck “Dorn im Fleisch” wurde weder im Alten noch im Neuen Testament je gebraucht, um körperliches Leiden oder Krankheit auszudrücken. Als z. B. die Kinder Israel in das Land Kanaan einzogen, wurde ihnen gesagt: “Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch vertreibt, so werden die, die ihr von ihnen übriglasst, zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie werden euch bedrängen in dem Lande, wo ihr wohnt” (4. Mose 33,55). Diese Bibelstelle zeigt deutlich, dass die “Dornen” in den Seiten der Israeliter die Einwohner des Landes Kanaan waren. Dieser Vergleich wird noch einmal in Josua 23,13 und Richter 2,3 gezogen, wo die Verfolgung beschrieben wird, die den Israeliten von den Völkern widerfahren würde, wenn sie diesen erlaubten, im Lande Kanaan zu bleiben.Das Alte Testament erklärt in jedem Fall, was die Dornen waren. Auch Paulus erklärt, was ein Dorn war: “Ein Bote oder Engel Satans” (2. Kor. 12,7). Das Wort “Bote” in diesem Vers kommt von dem griechischen Wort “angelos”, welches 188 mal in der Bibel vorkommt. Dieses Wort wird 181 mal als “Engel” übersetzt und 7 mal als “Bote” (im englischen). Nie bezieht sich der Dorn auf Krankheit, sondern auf eine Person oder Persönlichkeit. Der “Dorn” des Paulus war ein teuflisches Wesen. Paulus erklärt uns nicht nur, was sein Dorn war, sondern er sagt uns auch, wozu der “Engel” oder “Bote” Satans kam. “Und damit ich mich der Überschwenglichkeit der Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich ins Gesicht schlage, damit ich mich nicht überhebe” (2. Kor. 12,7).Nach der Bekehrung des Paulus erschien Gott dem Ananias in einer Vision und sprach mit ihm über Paulus. “Dieser (Paulus) ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Könige und die Söhne Israels zu tragen. Denn ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen leiden muss” (Ap. 9,15-16). Der Verfolger wurde nun zum Verfolgten. Die folgende Aufzählung sind Leiden oder Verfolgungen, die Paulus im Laufe seines Dienstes erdulden musste:- Kurz nach seiner Bekehrung versuchten die Juden, ihn zu     töten (Ap. 9,23); die Griechen wollten ihn töten (V. 29).- Er wurde von Satan behindert (Ap. 13,6-13).- Die Juden waren wieder gegen ihn (Ap. 13, 44-49).- Er wurde aus Antiochien ausgestossen (Ap. 13, 14 u. 50).- Er wurde belästigt und aus Ikonien ausgestossen (Ap. 14, 1-5) .- Er wurde gesteinigt und als tot hinterlassen (Ap. 14, 6-19) - In Philipp! wurde er geschlagen und ins Gefängnis gesetzt (Ap. 16, 12-40).- Er wurde belästigt und aus Beröa ausgestossen (Ap. 17,  10-14).- In Korinth wurde er belästigt (Ap. 18,1-23).- In Ephesus wurde er belästigt (Ap. 19, 23-41).- Die Juden wollten ihn töten (Ap. 20,3).Auch in 2. Kor. 11,23-28 erwähnt Paulus Dinge, die er erlitten hat: “Mehr in Mühsalen, mehr in Gefangenschaften, weitaus mehr in Schlägen, oftmals in Todesgefahren; fünfmal habe ich von Juden vierzig (Geisselhiebe) weniger einen erhalten, dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht habe ich auf dem tiefen Meer (treibend) zugebracht; oftmals auf Reisen, in Gefahren unter falschen Brüdern, in Mühsal und Beschwerde, oftmals in Fasten, in Kälte und Blösse; abgesehen von dem übrigen; der tägliche Zudrang zu mir, die Sorge um alle Gemeinden.” Paulus erwähnt nie Krankheit oder Blindheit, nur Verfolgung. Der Bote Satans war für all diese Leiden verantwortlich, wie es Paulus selber in Kap. 12 erwähnt, überall wo Paulus hinging, hetzte dieser teuflische Geist die Menschen) gegen ihn auf.Warum hat Gott diesem Dorn im Fleisch zugelassen, Paulus zu belästigen? Paulus sagt uns, dass ihm dieser Dorn im Fleisch gegeben wurde, “damit ich mich der überschwenglichkeit der Offenbarungen nicht überhebe” (2. Kor. 12,7). Ist Krankheit der Dorn, den die Menschen der überschwenglichkeit ihrer Offenbarungen und Gesichte wegen haben und ertragen müssen, damit sie sich nicht überheben? Der Grund, warum Paulus diesen Dorn im Fleisch hatte, schliesst praktisch alle anderen aus. Niemand hat das Recht, seine Krankheit als einen Dorn anzusehen, es sei denn, er habe eine Fülle von Offenbarungen erhalten und müsse daran gehindert werden, sich zu überheben. Der Dorn des Paulus hinderte ihn nicht daran, im Glauben Kranke gesund zu machen (Ap. 19,11-12). Warum sollte er uns daran hindern, im Glauben Heilung zu erhalten? Als Paulus den Herrn bat, diesen Dorn im Fleisch wegzunehmen, antwortete der Herr: “Meine Gnade ist genug für dich, denn die Kraft erreicht ihre Vollendung in Schwachheit” (2. Kor. 12,9). Das war nicht eine schwache Entschuldigung Gottes. Gott erwähnte den Boten Satans überhaupt nicht, sondern wies Paulus ganz einfach auf den Sieg bei ihm hin. Auch als Paulus in sich selber schwach war, konnte der Engel Satans ihn nicht durch Verfolgung überwinden. “Ich habe gelernt, in der Lage, in der ich bin, mir genügen zu lassen. Ich weiss in Niedrigkeit zu leben, ich weiss auch Überfluss zu haben; in alles und jedes bin ich eingeweiht, sowohl satt zu sein, als zu hungern, sowohl Überfluss zu haben, als Mangel zu leiden. Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Christus” (Phil. 4,11-13). Als Paulus erkannte, dass die Gnade Gottes auch in Verfolgung seine Kraft war, sagte er: “So will ich nun am liebsten mich vielmehr der Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi bei mir Wohnung nehme. Daher habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark” (2. Kor. 12,9-1O). Das Wort “Schwachheit” bedeutet nicht “Krankheit”. Das griechische Wort, das als “Schwachheit” übersetzt wird, bedeutet “Mangel an Kraft”. Wenn Paulus Krankheit gemeint hätte, hätte er gesagt: “So will ich nun am liebsten mich vielmehr der Krankheiten rühmen …, denn wenn ich krank bin, dann geht es mir gut.” Wenn Paulus von seinen Schwachheiten sprach, drückte er damit seine menschliche Schwäche und Abhängigkeit von Christus aus, so dass der Glaube der Menschen “nicht auf Menschenweisheit, sondern auf der Kraft Gottes beruhe” (1. Kor. 2,5). Wer von uns hat es schon erfahren, dass, wenn wir uns am meisten unserer Schwachheit bewusst sind, die Kraft Gottes am meisten durch uns zur Auswirkung kommt?Lasst uns einige Stellen ansehen, die von vielen gebraucht werden, um zu beweisen, dass Paulus eine Augenkrankheit hatte. Eine Stelle ist Gal. 4,14-15: “Und ihr habt die Versuchung, die für euch in meinem Fleische lag, nicht mit Verachtung noch mit Abscheu erwidert, sondern wie einen Engel Gottes habt ihr mich aufgenommen, wie Christus Jesus. Wo bleibt nun euer einstiges Rühmen, glückselig zu sein? Denn ich bezeuge euch, dass ihr, wenn möglich, euch die Augen ausgerissn und sie mir gegeben hättet.”Das Wort “Versuchung” kommt vom gleichen griechischen Wort, welches gebraucht wird, als Jesus in der Wüste vom Teufel versucht wurde. Jesus gebrauchte das gleiche Wort, als er sagte: “Betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt” (Luk. 22, 40). In beiden Fällen hat “Versuchung” nichts mit körperlichem Leiden oder Krankheit zu tun.Wenn Paulus sagt, dass sie sich für ihn die Augen ausgerissen hätten, gebrauchte er einen allgemein üblichen Ausdruck, um ihre Willigkeit zu zeigen, ihm alles zu geben, was er brauchte.Eine andere Schriftstelle, die beweisen soll, dass Paulus fast blind war, ist Gal. 6,11: “Seht, mit wie grossen Buchstaben ich euch mit meiner (eigenen) Hand schreibe!” Paulus bezieht sich hier nicht auf die Grösse seiner Handschrift, sondern auf die Länge des Briefes, den er den Galatern schrieb. “Gross” bezieht sich auf die Menge und nicht auf die Grösse der Schrift. Das griechische Wort, das von Paulus in 2. Kor. 3,6 gebraucht wird und hier mit “Buchstabe” übersetzt wird, hat auch die Bedeutung “Brief”. Wenn wir uns noch einmal die Liste von den Leiden und Verfolgungen des Paulus vor Augen führen, müssen wir sagen, dass nirgends von körperlicher Krankheit gesprochen wird. Wir können nur glauben, dass er durch die Kraft Gottes gesund erhalten wurde. Hebt Heilung den Tod auf?Einige ernsthaft Gläubige, die an göttliche Heilung glauben, gehen so weit zu sagen, dass, wenn jemand genug Glauben hätte, er nicht sterben müsste. Durch den Tod Jesu am Kreuz ist uns für unsere ganze Lebenszeit Gesundheit gegeben (3. Joh. 2). Die Bibel lehrt aber nicht, dass eine Person durch Glauben dem physischen Tod entgehen kann, es sei denn, dass sie am Leben ist, wenn Jesus zurückkommt, um seine Braut abzuholen.Die Bibel sagt: “Unser Leben währet siebzig Jahre und wenn es hoch kommt, sind es achtzig Jahre und das meiste daran ist Mühsal und Beschwer; denn eilends geht es vorüber, und wir fliegen dahin. Lehre uns unsere Tage zählen, dass wir ein weises Herz gewinnen” (Psalm 9O,1O u.12). Laut diesen Versen sollte auch der hingegebenste Christ ein Ende seinerTage erwarten. Auch wenn das Leben eines Menschen ein Ende nimmt, sagt Gottes Wort nichts davon, dass dieses Ende in Qual und durch Krankheit kommen soll. Vielmehr soll sein Diener in Frieden dahingehen (Luk. 2,29).Krankheit ist nicht nötig, um den Tod herbeizubringen. Gottes Plan für den Tod eines Menschen finden wir in Psalm 1O4,29: “Nimmst du ihren Odem hin, so verscheiden sie und werden wieder zu Staub.” Es ist nicht Gottes Wille, dass seine Kinder von Krankheit und Leiden geplagt werden, um daran zu sterben. Wir haben ein Beispiel in der Schrift, dass starker Glaube das Leben eines Menschen verlängern kann. Gott befahl Hiskia, sein Haus in Ordnung zu bringen, weil die Zeit für ihn gekommen war zu sterben. Aber als Antwort auf sein anhaltendes Beten erhielt Hiskia eine Verlängerung seines Lebens von fünfzehn Jahren (2. Kon. 20,1-5). Als die fünfzehn Jahre vorbei waren, starb er.Das Zeitalter der WunderEine der am weitesten verbreiteten Lehren ist, dass das Zeitalter der Wunder vorbei ist. Wenn diese Aussage wahr wäre, dürfte es überhaupt keine Wunder und göttliche Heilungen mehr geben. Alle die vielen Berichte über wunderbare Heilungen müssten falsch sein. Wenn auch nur ein Wunder geschehen würde, würde das beweisen, dass das Zeitalter der Wunder nicht vorbei ist. Jeder, der behauptet, das Zeitalter der Wunder sei vorbei, verleugnet damit die Notwendigkeit für das Gebet. Wenn es keine Wunder gäbe, dann wäre das Gebet nutzlos, und nur aus völliger Unwissenheit würde ein Mensch beten und eine Antwort erhalten. Wenn wir beten, sollten wir erwarten, dass-, unser Gebet beantwortet wird. Und wenn ein solches Gebet beantwortet wird, hat Gott mehr getan als ein Gebet erhört. Er hat ein Wunder vollbracht. Wir können freimütig bekennen, dass wir im Zeitalter der Wunder leben; denn Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und für immer (Hebr. 13,8). Lasst uns anfangen, dem Wort Gottes Glauben zu schenken! Lasst uns unsere Traditionen zur” Seite tun und erkennen, dass nur der Teufel der Urheber    . ‘ solch teuflischer Lügen sein kann, die unter dem Volk Gottes verbreitet sind! Wir müssen ganz bewusst an Heilung glauben. Wenn wir die Wahrheiten göttlicher Heilung in uns wirken lassen, wird das Wort Gottes nicht nur die Zweifel und Traditionen aus-treiben, sondern auch die Krankheit aus unserem Körper.Kapitel 3WARUM VIELE NICHT GEHEILT WERDENDie meisten Christen glauben, dass Gott die Kraft hat zu heilen und es auch in einigen Fällen tut; doch viele dieser Menschen, die dringend selber Heilung brauchen, werden nicht geheilt.Wenn du Heilung brauchst, sie aber bis jetzt nicht erhalten hast, solltest du dieses Kapitel aufmerksam durchlesen. Auf den folgenden Seiten werden wir einige Gründe betrachten, warum Kranke nicht geheilt werden. Jeder, der in die Tat umsetzt, was in diesem Kapitel behandelt wird, und der die Bedingungen erfüllt, die erwähnt werden, kann diese heilende Kraft Jesu Christi erfahren.Die Erfüllung der BedingungenDie vielen Verheissungen in der Bibel über göttliche Heilung zeigen, dass es der Wille Gottes ist, nicht nur unsere Sünden zu vergeben, sondern auch unsere Krankheiten zu heilen (Psalm 103,3). Göttliche Heilung wird durch Glauben empfangen. Jesus sagt: “Habet Glauben an Gott! Wahrlich ich sage euch: Wer zu diesem Berge sagt: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, dem wird es zuteil werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr betet und bittet, glaubet nur, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch zuteil werden” (Mark. 11,22-24). Jesus sagte auch, dass alles, was wir glaubend im Gebet erbitten, wir auch empfangen werden (Matth. 21,22). Und doch sind viele, die geheilt werden wollten, nicht geheilt worden. Warum?Wenn ein Arzt sich mit einem Patienten beschäftigt, versucht er zuerst die Ursache der Krankheit herauszufinden und dann die Ursache zu beheben. Wenn wir zu Christus kommen, um geheilt zu werden, werden wir merken, dass er sich nicht so sehr mit den Symptomen beschäftigt, sondern mit der Ursache. Wenn eine Heilung nicht sofort offensichtlich Ist, denken viele, dass Gott seine Verheissungen nicht gehalten hat, doch sind sie es, die die entsprechenden Bedingungen nicht erfüllt haben. Bevor sie geheilt werden können, müssen sie Ursache ihres Leidens erkennen und beseitigen. nie Ursachen der Krankheit Unversöhnlichkeit. Eines der grössten Hindernisse für Heilung ist bei vielen Gläubigen Unversöhnlichkeit. Jesus sagte, dass das Gebet des Glaubens Berge aufwühlen und ins Meer werfen wird (Mark. 11,22-24). Aber er sprach weiter von einer Bedingung, die, wenn sie nicht erfüllt wird, nicht nur die Erhörung solch eines Gebetes, sondern auch Gottes Vergebung für diesen Menschen verhindern kann. Jesus sagte: “Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben” (Matth. 6,14-15). Nur in dem Masse, wie wir anderen vergeben haben, wird Gott uns vergeben.Viele Christen wissen, dass es wichtig ist zu vergeben, aber nur wenige legen soviel Wert darauf, wie Christus es tat. Er machte “vergeben” zu einer Bedingung für wirksames Gebet. Wenn wir mit Groll in unserem Herzen um Heilung beten, bleibt diese Bitte unbeantwortet. Der Autor erhielt einmal einen Brief von einer Frau, die Arthritis in den Knien hatte und nie länger als eine Stunde auf den Beinen sein konnte. Sie hörte, wie er in einer seiner Botschaften sagte, dass es sogar medizinisch bestätigt ist, dass Arthritis in einigen Fällen durch Groll ausgelöst wird. Als sie das hörte, vergab sie der Person, die ihr einmal wehgetan hatte und wurde sofort geheilt. Heute kann sie, wenn nötig, den ganzen Tag auf den Beinen sein. Jesus hatte noch zu sagen. Seinen der gegen einen benmal vergeben nur einige Male dann nicht mehr, ihn fragte, wie sage dir, nicht (Matth. 18,21-22 mehr über die Notwendigkeit der Vergebung Jüngern machte er klar, dass, wenn ein Bru-anderen siebenmal am Tag sündigt, ihm siewerden solle. Jesus wusste genau, dass viele bereit sind ihrem Bruder zu vergeben und Deshalb sagte er zu Petrus, als dieser oft er seinem Bruder vergeben solle: “Ich siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal” Bevor Petrus sich von seinem ersten Schock erholen konnte, fuhr der Herr fort und erzählte das Gleichnis von dem Diener, der nicht vergeben wollte. Jesus sprach von einem Diener, der seinem Herrn 10.0OO Talente schuldete. Da er seine Schulden nicht bezahlen konnte, bat der Diener seinen Herrn dringend um Gnade, und sein Herr hatte Mitleid mit ihm und erliess ihm alle seine Schuld. Derselbe Diener fand einen seiner Mitdiener, der ihm 1OO Talente schuldete. Er packte ihn am Hals und verlangte, dass er alles bezahlen sollte, was er schuldete. Als er nicht bezahlen konnte, warf der Diener den hilflosen Mann ins Gefängnis. Als der Herr von dieser Undankbarkeit hörte, befahl er, dass der ungnädige Diener den Peinigern übergeben werden sollte, bis er alles, was er schuldete, bezahlt hatte. Jesus sagte weiter: “So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergebt” (Matth. 18,35). Viele Leute vergeben anderen nicht, weil sie auf das “Gefühl der Vergebung” warten. Sie werden lange warten müssen, denn Vergebung hat nichts mit Gefühl zu tun. Vergeben ist ein Willensakt. Genauso wie man nachtragen will, kann man vergeben wollen. Wenn wir willig sind zu vergeben und zu vergessen, können wir damit rechnen, dass die Liebe Gottes in unsere Herzen fliesst. Diese Liebe können wir an die weitergeben, die uns Unrecht getan haben. Wie oft sind wir schon vor Gott gekommen und haben erwartet, dass er uns unsere Sünden und Übertretungen vergibt? Wie oft hat er vergeben und vergessen (Hebr. 10,17)? Wenn Gott uns gegenüber so langmütig und freundlich ist, sollten wir umso williger sein, anderen zu vergeben. In der Bergpredigt wird deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, mit anderen Gläubigen in einem rechten Verhältnis zu stehen. Jesus sagte, dass, wenn einer mit einer Gabe zum Altar käme, und er sich daran erinnerte, dass sein Bruder etwas gegen ihn habe, sollte er seine Gabe am Altar lassen und sich zuerst versöhnen. Nur dann konnte er zurückkehren und seine Gabe opfern (Matth. 5,23-24). Wenn wir uns nicht mit anderen Gliedern des Leibes Christi versöhnen, sind wir den biblischen Grundsätzen ungehorsam. Jesus sagt, dass einer, der sich weigert, sich mit seinem Bruder zu versöhnen, ein Heide ist (Matth. 18,17). Gott hat versprochen, dass das Gebet des Glaubens Berge versetzen wird. Jemand, der zu einem Berge sagen möchte: “Erhebe dich und wirf dich ins Meer!”, muss auch zu jemand, der ihm Leid zugefügt hat, sagen können: “Ich vergebe dir”. Bete zum Beispiel: “Vater, in Jesu Namen will ich ganz bewusst …………….(Name der Person einsetzen) vergeben. Ich will ihm nicht nur vergeben, sondern ich will vergessen, was er mir angetan hat. Ich nehme jetzt deine Vergebung für meinen Groll in Anspruch und möchte ……………. lieben. Ich glaube, dass du deine Liebe in mir offenbaren wirst, wenn ich versuche, dieses Verhältnis in Ordnung zu bringen. Vater, ich danke dir für deine Liebe in meinem Leben . Ungehorsam. Ein zweiter Grund, warum viele nicht geheilt werden ist Ungehorsam Gott gegenüber. Gott sagte: “Wenn du nicht alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buche geschrieben sind, getreulich erfüllst, indem du diesen herrlichen und heiligen Namen, den Herrn, deinen Gott, fürchtest, wird der Herr mit ausgesuchten Plagen dich und deine Nachkommen heimsuchen, mit grossen und andauernden Plagen und mit bösen und andauernden Krankheiten; er wird über dich alle Seuchen Ägyptens bringen, vor denen du dich fürchtest, und sie werden dir anhaften. Auch allerlei Krankheiten und allerlei Plagen, die in dem Buche dieses Gesetzes nicht verzeichnet sind, wird der Herr über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist” (5. Mose 28,58-61). Gottes Wort verspricht keine Heilung für Ungehorsame. tes Kraft kann alle heilen, aber seine Verheissung für Heilung gilt nur für die, die seine Gebote halten und darin wandeln . Glaube und Gehorsam gehören untrennbar zusammen, um die Erfüllung der Verheissungen zu erhalten. Wenn wir glauben möchten, müssen wir gehorsam sein; denn Glaube setzt Gehorsam voraus. Diese Wahrheit wird klar am Beispiel Naemann (2. Kon. 5,1-14).Als der aussätzige General der syrischen Armee zum Hause des Elisa ging, wurde ihm vom Diener des Propheten gesagt, sich siebenmal im Jordan unterzutauchen, wenn er geheilt werden wolle. Naemann war ausser sich! Der Prophet Gottes hatte nicht einmal selber mit ihm gesprochen, sondern hatte Gehasi, seinen Diener, gesandt. Naemann sagte sich, dass, wenn er sich nur siebenmal in einem Fluss untertauchen müsste, um geheilt zu werden, er dies genauso gut daheim tun könnte, wo die Flüsse viel sauberer waren als der Jordan. So entschloss er sich, nach Hause zu gehen. Aber seine Diener erinnerten ihn dann an die lange Reise, die er unternommen hatte. Deshalb würde er doch unweise handeln, in seinem kranken Zustand wieder zurückzukehren, ohne darauf zu hören, was der Prophet ihm sagte. Schliesslich führte er aus, was zu ihm gesagt worden war, und tauchte sich siebenmal im Jordan unter.Sein Gehorsam hatte die gewünschte Wirkung; er wurde völlig von seinem Aussatz geheilt.Sünde und Krankheit sind im Denken des Neuen sowie des Alten Testamentes eng verbunden. Nachdem Jesus den Mann am Teich Bethesda geheilt hatte, sagte er zu ihm: “Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfährt” (Joh. 5,14).Gott sieht nicht die Person an, sondern den Gehorsam einer Person. Viele Menschen tragen Krankheit und Schmerzen und können für ihren Körper keine Heilung finden, weil sie nicht bereit sind, im Gehorsam dem Worte Gottes gegenüber zu wandeln. In Sprüche 4,2O-22 sind genaue Anweisungen gegeben, wie man Heilung erhalten kann. “Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. Lass sie nie aus den Augen, bewahre sie im innersten Herzen. Denn sie sind Leben dem, der ihrer teilhaft wird, und seinem ganzen Leibe eine Arznei (Gesundheit).”Heute wird allgemein gelehrt, dass es unmöglich ist, im Sieg über die Sünde zu leben und im Gehorsam gegen den uns bekannten Willen Gottes zu wandeln, obwohl Gott gesagt hat: “Werdet rechtschaffen nüchtern und sündiget nicht! Denn gewisse Leute haben keine Erkenntnis Gottes. Euch zur Beschämung rede ich so” (1. Kor. 15,34). Menschen, die ihre Gewohnheitssünden entschuldigen, kennen Gottes Wort nicht. Gott hat uns nicht nur befohlen, ihm zu gehorchen, sondern es auch ermöglicht, indem er uns Macht gibt, den Versuchungen des Teufels zu widerstehen. Gottes Wort sagt: “Es hat euch noch keine Versuchung erfasst als nur menschliche; Gott aber ist getreu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt” (1. Kor. 10,13). Können wir glauben, dass Gott meint, was er sagt? Gehorsam bedeutet Heilung. Ungehorsam bedeutet leibliche Beschwerden und Krankheit. Heilung wird möglich, wenn man mit Gott ins Reine kommt. Johannes sagt: “Geliebte, wenn uns das Herz nicht verurteilt, haben wir Zuversicht zu Gott; und was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das tun, was vor ihm wohlgefällig ist” (1. Joh. 3,21-22).Die Mehrheit der Christen lebt unter Verurteilung infolge von Sünde und Ungehorsam. Sie wird nie von Herzen den Verheissungen für Heilung glauben können, bis sie ihre Sünden bereut und sich von ihnen abkehrt. Der Schreiber dieses Buches hat festgestellt, dass alle, die ein wirkliches Verlangen haben, zu gehorchen und Gott zu gefallen, echte Heilung erfahren. Die gleichen Menschen leben im Sieg über Krankheit, körperliche Beschwerden und über die Mächte der Finsternis.Jeder, der körperlich nicht gesund ist, sollte sich diese Fragen stellen:“Begehe ich Gewohnheitssünden?”“Lebe ich im, Gehorsam gegenüber dem mir bekannten Willen Gottes?”die erste Frage nicht mit “nein” und die zweite nicht mit “ja” beantworten kann, kann nicht von Gott erwarten, seine heilende Kraft zu erfahren, die gesund macht. Der Psalmist ruft aus: “Hätte ich auf Unrecht gedacht inmeinem Herzen, so würde der Herr nicht hören” (Psalm 66,18). Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass dein Herz mit Gott in Ordnung ist, bevor du Gott um Heilung deines Körpers bittest. Wenn du dem Worte Gottes ungehorsam warst, dann bekenne deine Sünde reumütig vor Gott und sei entschlossen, das Böse zu meiden. Lege die sündige Gewohnheit ab, die dir so leicht anhängt (Hebr. 12,1). Sei dir bewusst, dass Gewohnheiten wie sexuelle Ausschweifungen, massloses Essen, Tabak, Alkohol und Drogen nicht nur im Tempel Gottes (deinem Leib) keinen Platz haben, sondern dem Körper direkt schaden können. Wer an diesen Gewohnheiten festhält, kann daran gehin-.. dert werden, Heilung zu erfahren. Bitte den Vater im Namen Jesus, jede Sünde wegzunehmen. Bitte ihn, dein Herz mit dem Blut Jesu reinzuwaschen. Er wird es tun, denn er hat gesagt: “Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, so dass er uns die Sünden vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt” (1. Joh. 1,9). Entschliesse dich, durch einen Willensakt von diesen Gewohnheiten befreit zu werden. Gründe deinen Glauben nicht auf Gefühle. Widerstehe der Versuchung und dein Glaube wird dich befreien. Okkultismus. Ein drittes Hindernis, um Heilung zu empfan- . gen, ist die Beschäftigung mit Okkultismus. Der folgende Abschnitt ist ein Zitat aus Dr. H. E. Freemans Traktat “Okkulte Belastung und Bindung”. Was ist Okkultismus?Okkultismus ist, kurz gesagt, jede Art von Wahrsagerei, Magie, Spiritismus oder falscher Religion oder Lehre.Die Schrift sagt uns, dass in den letzten Tagen eine gewaltige Zunahme von okkulter Aktivität stattfinden wird. “Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten werden etliche vom Glauben abfallen und anhangen den verführerischen Geistern und Lehren böser Geister” (1. Tim. 4,1). Nie in der Geschichte waren die Warnungen gegen die Gefahren des Okkultismus wichtiger als heute. Scharen von Christen und Nichtchristen leiden unter psychischer, geistiger, physischer und geistlicher Belastung. Die wenigsten davon er~ kennen, dass sie im Netze des Okkultismus gefangen sind und somit unter dem Einfluss und der Kontrolle finsterer Mächte stehen.Wichtige FragenBist du dir im klaren, dass, wenn du dich je mit dem Okkultismus eingelassen hast, ob bewusst oder nicht, die Schrift diese Praktiken ohne Ausnahme verdammt, und du den Mächten der Finsternis die Türe zur Knechtschaft und Bindung aufgemacht hast? Warst du je bei einem Wahrsager? Hat dir jemand deine Zukunft gesagt mit Hilfe von Handlinienlesen, Karten, Teeblättern, der Glaskugel oder ähnlichem? Hast du dich mit Horoskopen, Telepathie, Voodoo, Kabala, Hellsehen oder ähnlichem beschäftigt?Hast du ein Medium oder jemand mit psychischen oder hellseherischen Kräften befragt? Hast du je eine spiritistische Versammlung besucht oder versucht, mit den Toten Kontakt aufzunehmen? Hast du mit aussersinnlichen Wahrnehmungen, Yoga, Hypnose, automatischem Schreiben, dem Heben von Gegenständen oder übernatürlicher Gedankenübertragung experimentiert? Wurdest du selber hypnotisiert? Wurdest du je durch Magie, Spiritismus, Christliche Wissenschaft oder von jemandem, der psychische, metaphysische oder Geisterheilung betrieb, oder der Hypnose, das Pendel oder Trance zur Behandlung benützte, von Krankheiten, Verbrennungen, Warzen usw. geheilt? Liest du das Horoskop, oder beschäftigst du dich mit Astrologie? Liest du okkulte Literatur (Bücher über aussersinnliche Wahrnehmung, Reinkarnation, Träumedeutung, Wahrsagerei, Astrologie, Metaphysik, Selbsterkennung, Magie, Hellseherei, Hypnose, Yoga, Graphologie, religiöse Irrlehren)? Hattest du mit Spiritisten, Mormonen, Adventisten, Bahai, Theosophie, den Zeugen Jehovas oder ähnlichen Gruppen zu tun? Weisst du, dass alle okkulten Praktiken von der Schrift verdammt werden, Gott ein Greuel sind und unter dem Fluch stehen? Weisst du, dass jeder, der sich in irgendeiner Form mit dem Okkultismus eingelassen hat (ob bewusst oder unbewusst) den Mächten der Finsternis die Tür aufgetan hat, auch wenn dies vor der Bekehrung geschah? Dann könntest du das Opfer von okkulter Bindung und Belastung sein, ohne zu wissen, dass dies die Quelle und Ursache deiner Probleme ist, seien sie körperlicher, geistiger, seelischer, geistlicher oder anderer Art. Beschäftigung mit Okkultismus ist vom Wort Gottes verboten Alle Art von Wahrsagerei, Spiritismus, Magie sowie die Beschäftigung mit religiösen Irrlehren ist von Gott strengstens verboten. “Wenn du in das Land kommst, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du nicht lernen tun nach den Greueln jener Heiden. Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Wahrsager oder ein Wolkendeuter oder ein Schlangenbeschwörer oder ein Zauberer oder ein Bannsprecher oder ein Medium oder einer, der einen Wahrsagegeist hat, oder jemand, der die Toten befragt. Denn wer solches tut, ist dem Herrn ein Greuel, und um solcher Greuel willen treibt der Herr, dein Gott, sie vor dir aus” (5. Mose 18,9-12).Die Schrift verdammt alle Art von Okkultismus und warnt, dass “… die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben” (Gal. 5,19-21). “Wer das tut, der ist dem Herrn ein Greuel” (5. Mose 18,12), und “… deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt” (Off. 21,8).Von Anfang an verbot Gott den Okkultismus und sah ihn als geistlich befleckend an (3. Mose 19,31), bedrohte die Teilnahme daran mit dem Tod (2. Mose 22,18; 3. Mose 20,27) und sie war Grund für die Zurückweisung der Seele (3. Mose 2O, 6). Siehe auch: 2. Mose 7,11-12 mit 2. Tim. 3,8; 2. Mose 22, 18; 3. Mose 19,26 u. 3l; 2O,6; 1. Sam. 15,23; 28,3; 2. Kon. 21,5-6; 2. Chro. 33,6; Jes. 2,6; 8,19; Jer. 27,9-10; Sach. 10,2; Mal. 3,5; Ap. 8,9 ff; 16,16 ff; 19,19; 1. Tim. 4,1. Beschäftigung mit Okkultismus ist Übertretung des 1. und 2. Gebotes und bringt den Fluch GottesEs gibt nur zwei Quellen von übernatürlicher Information und Erkenntnis, Hilfe, Führung oder Heilung - Gott oder Satan. Durch das Gebet in Jesu Namen erhalten wir diese Hilfe von Gott. Aber auch der Okkultismus ist eine Quelle des Übernatürlichen. Dahinter stehen Satan und die Mächte der Finsternis, die durch die okkulten Medien der Wahrsagerei, Magie, des Spiritismus und durch die religiösen Irrlehren wirken. Die Schrift verbietet dem Menschen den Kontakt mit dieser Quelle; denn sich mit dem Okkultismus beschäftigen, bedeutet soviel wie andere Götter haben. (2. Mose 20,3-5)! Satan wird der Gott der Welt genannt (2. Kor. 4,4). Obwohl Satan dem Opfer oft das Gewünschte gibt, hat der Betreffende ihm die Tür geöffnet und wird in vielfacher Weise die Beute der Mächte der Finsternis. Am Beispiel von König Saul sehen wir den Ernst von Beschäftigung mit dem Okkultismus. Er starb, weil er von einem Medium Hilfe suchte! Lies 1. Sam. 28 und 1. Chron. 10,13-14 Charakteristiken von okkulter Bedrückung und Belastung Die folgenden Symptome sind Zeichen von okkulter Belastung oder Knechtschaft, obwohl diese auch einen anderen Ursprung haben können. Sind mehrere dieser Manifestationen vorhanden ist dies ein Hinweis auf die Anwesenheit von dämonischen Geistern sowie auf die Notwendigkeit einer Befreiung: Anhaltende Depression oder Verfinsterung; Apathie; Unverantwortlichkeit; unvorhersehbares Verhalten; Selbsttäuschung; unkontrollierbare Leidenschaften; sexuelle Perversion; Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Tabak; übermäßiges Essen; unkontrollierbare Laune; Hass oder andere psychopathische Tendenzen. Chronische Furcht oder Erregung; Nervosität oder neurotisches Verhalten; Minderwertigkeitskomplexe oder Selbstmitleid; abnormales Verlangen nach Aufmerksamkeit; extrem negative Persönlichkeit; Sucht zu lügen, stehlen oder nach Glücksspielen; chronische Todesangst; Trieb zur Selbstzerstörung; übernatürliche Erlebnisse; Besitz von psychischen oder übernatürlichen Kräften (welche nicht mit den Gaben des Heiligen Geistes zu verwechseln sind); psychische Belastungen (Gegenstände sehen, Stimmen hören, usw.). Gleichgültigkeit geistlichen Dingen gegenüber, wie der Bibel oder dem Gebet; ständiger Zweifel und Schwierigkeiten zu glauben; unbiblische religiöse Auffassungen oder Praktiken; Unfähigkeit, Christus oder den Heiligen Geist anzunehmen; Hassen des Blutes und der Versöhnung; lästerliche Gedanken gegen Gott. Abnorme Schwatzhaftigkeit oder lautes Wesen; ständige Selbstgespräche; Zurückgezogenheit; unordentliches Aussehen; abnormal helle oder scheinende Augen; finsterer, perverser oder herausfordernder Gesichtsausdruck. “Chronische körperliche Leiden, die nicht auf Gebet oder Behandlung reagieren; ernsthafte Eheprobleme oder Schwierigkeiten mit den Eltern; Streit und Zwietracht in der Gemeinde.Wie wird man von okkulter Bedrückung und Belastung befrei.gläubige nicht von Satan belastet, gequält, bedrückt, verführt, gebunden und angeschlagen werden können, besonders wenn der Betreffende sich vor oder nach seiner Bekehrung mit dem Okkultismus beschäftigte (siehe Hiob 1-2; Luk. 13, 11 ff; 22,31-32; 2. Kor. 12,7; 1. Thess. 2,18; 1. Tim. 4,1; 1. Petr. 5,8-9; Eph. 6,11-12). Bekenntnis des Glaubens an Jesus ChristusOhne ein solches Bekenntnis kann keine bleibende Befreiung kommen; denn wenn keine aufrichtige Hingabe an Christus erfolgte, hat der Betreffende keine Basis, um den Mächten der Finsternis beständigen Widerstand leisten zu können.2. Bekenne die okkulten SündenAlle Verwicklung in den Okkultismus muss als Ungehorsam Gott gegenüber angesehen werden. Du musst dich davon lossprechen und alles als Sünde bekennen. Nenne jede Art von Beschäftigung mit dem Okkultismus, an die du dich erinnern kannst (Besuch eines Wahrsagers, Horoskop lesen usw.), bekenne sie als okkulte Sünde und bitte um Vergebung im Namen Jesus. Du solltest auch für eventuelle okkulte Sünden um Vergebung bitten, an die du dich nicht mehr erinnerst.3. Lossprechung von Satan und Befehl zu gehenDies ist nicht ein Gebet, sondern ein direkter Befehl an Satan. Er wird sich nur einem Befehl der belasteten Person, die ihm ja selber die Tür öffnete, fügen, wenigstens was eine permanente Befreiung betrifft. Spreche dich im Glauben an Jesu Sieg über alle Mächte der Finsternis von all dem Einfluss Satans in deinem Leben los, und befiehl ihm im Namen Jesu zu gehen! In Ausnahmefällen, wenn die Belastung schwer und der Glaube schwach ist, ist es ratsam, jemand anders die Lossprechung vornehmen zu lassen, nachdem die ersten drei Schritte von dem Belasteten getan wurden. Nimm die Tatsache der Befreiung im Glauben an. Verlasse dich nicht auf Gefühl oder Äusserlichkeiten. Halte am Wort Gottes fest, und der äußerliche Beweis der Befreiung und die Gewissheit werden kommen. Satan weiß, dass er sein Opfer loslassen muss, wenn ihm dies im Namen Jesu befohlen wird. Aber das heisst nicht, dass das Resultat sofort äußerlich gesehen werden kann. Halte mutig und im Glauben an deiner Befreiung fest, und “widerstehe dem Teufel und er wird von dir fliehen” (Jak. 4,7). Wenn die Belasteten befreit werden wollen, müssen die Christen die naive und unbiblische Auffassung aufgeben, dass Missachten des Leibes und Blutes Jesu Ein vierter Grund, warum manche nicht geheilt werden, ist die Missachtung des Leibes und Blutes Jesu. Die Bibel sagt: “Wer daher in unwürdiger Weise das Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, wird am Leibe und am Blute des Herrn schuldig werden. Ein Mensch prüfe sich aber, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch. Denn wer (davon)   ‘• isst und trinkt, isst sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib (des Herrn) nicht (von gewöhnlicher Speise) unterscheidet. Deshalb sind unter euch viele Kranke und Schwache und ein gut Teil sind entschlafen” (1. Kor. 11,27-30).Als Jesus starb, “nahm er unsere Schwachheiten auf sich und trug unsere Krankheiten” (Matth. 8,17), und durch die Wunden, die er am Kreuz an seinem Leibe trug, sind wir geheilt (1. Petr. 2,24). Wenn wir erkennen, wie sein Leib für unsere Heilung gebrochen wurde, dann können wir seine Heilung und Gesundheit erhalten. Durch die Hingabe von Leib und Blut des Herrn Jesus Christus wurde uns eine vollkommene Erlösung von all den Werken des Teufels zuteil. Der Tod Christi war einzigartig und einmalig. Deshalb fordert der Apostel Paulus den Gläubigen auf, sich zu prüfen, bevor er im Abendmahl Brot und Wein zu sich nimmt, welche ein Symbol sind für Christi Leib und Blut. Wenn in deinem Leben Sünde ist, die du noch nicht bekannt hast, dann bekenne sie sogleich, und nimm die Vergebung durch Jesus Christus in Anspruch (1. Joh. 1,9). Wenn du in deinem Herzen gegen irgend jemand einen Groll hegst, vergib demjenigen durch einen bewussten Willensakt und bitte den Vater, deinen Geist der Unversöhnlichkeit zu vergeben. Nachdem du dich so geprüft hast, bist du frei durch das Blut Jesu und würdig, am Abendmahl teilzunehmen. Wer die Anweisungen, die in diesen Versen stehen, nicht beachtet, fällt unter die Strafe von Krankheit, Schwachheit ,und sogar TodKritikgeist und RebellionIn der Geschichte von Mirjam, Moses Schwester, finden wir eine ernste Warnung an alle Kinder Gottes und einen weite-  ren Grund, warum viele nicht geheilt werden (4. Mose 12). Mirjam, eine Prophetin, die von Gott reichlich gesegnet war, wurde hochmütig und stolz und kritisierte Mose, weil er eine äthiopische Frau geheiratet hatte. Gott duldete diese Haltung Mirjams nicht, und er ließ sie wissen, dass ihre Einstellung Mose gegenüber ihm ein Greuel war (4. Mose 12,4-9). In der Bibel lesen wir, dass, als die Wolke die Stiftshütte verließ, Mirjam weiß wurde von Aussatz und sich sieben Tage außerhalb des Lagers aufhalten musste, wo sie niemand sehen konnte. Sie wurde nur geheilt, weil Mose ihr sofort vergab und für sie Fürbitte tat. Es gibt auch heute Menschen, die von Krankheit gebunden sind, weil sie Gottes Diener kritisiert oder durch ihren Einfluss Gottes Gesalbte verfolgt haben. Gegen Männer Gottes sprechen bedeutet gegen zu sprechen (1. Chron. 16,22; Rom. 13,1-2). Wir soll Gottes Diener beten, anstatt sie zu kritisieren.Eine Frau kritisierte einmal einen Prediger und wurde wegen ihres kritischen Geistes von Arthritis befallen. Erst als sie ihre Sünde bereute, ging es ihr wieder besser. Wenn du einen Diener oder Dienst kritisiert hast, tue Busse und suche Gottes Vergebung, Dann kannst auch du, genau wie Mirjam, geheilt werden.Unmäßiges EssenEinige Christen sind krank und können nicht geheilt werden weil sie übermäßig essen. Zuviel essen ist der Grund verschiedener Krankheiten und trägt zu vielen anderen bei. Die Organe des Körpers, wie die Leber, der Magen oder das Herz werden durch zu vieles Essen überlastet und können so unmöglich ihre normalen Funktionen ausführen. Die Folgen davon sind Zuckerkrankheit, Leber- und Herzkrankheiten sowie  Nierenbeschwerden. Manche Leute brauchen nicht Gebet, sondern Mäßigung im Essen. Sofortige Heilung würde ihnen nicht helfen; denn sie würden ihre Gesundheit wieder durch die gleichen schlechten Essensgewohnheiten zerstören, die von Anfang an der Grund ihrer Krankheit waren. Göttliche Heilung ist keine Alternative für das Beachten der Naturgesetze Die Bibel sagt, wir sollen in allen Dingen enthaltsam (mäßig) sein (1. Kor. 9,25). Wir werden auch von Paulus erinnert: “Mögt ihr nun essen oder trinken oder sonst etwas tun, so tut alles zur Ehre Gottes” (1. Kor. 10,31)! Erhält Gott die Ehre in deinen Essensgewohnheiten? Nimm dir heute vor, dein Übergewicht zu verlieren! Glaube, dass Gott dich von deinen schlechten Essensgewohnheiten befreien wird! Und dann erwarte die Manifestation deiner Heilung!Belastung durch DämonenManche werden nicht geheilt, weil ihre Krankheit durch ein bösen Geist verursacht wird, von dem sie befreit werden müssen. Das kann durch den Dienst unseres Herrn Jesus Christus illustriert werden. “Als die aber hinausgingen, siehe, da brachte man einen Stummen zu ihm, der besessen war. Und nachdem der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Volksmenge verwunderte sich und sagte: Noch nie ist solches in Israel gesehen worden” (Matth. 9,32-33). Ein anderes Mal wurde ein Junge zu Jesus gebracht. “Und als sie zum Volk gekommen waren, trat ein Mensch zu ihm, warf sich vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, erbarme dich meines Sohnes, denn er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden; er fällt nämlich oft ins Feuer und oft ins Wasser. Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, doch sie konnten ihn nicht heilen. Da antwortete Jesus und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir hierher! Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr aus von ihm; und der Knabe war von jener Stunde an geheilt” (Matth. 17,14-18). Auch hier sehen wir, dass Jesus nicht für die Heilung seiner Krankheit betete. Er trieb den Geist aus, und der Junge wurde geheilt. Hier taucht nun die Frage auf: Kann ein Christ von bösen Geistern beeinflusst werden? Ja, Gläubige können dämonisch belastet sein. Dies wird von verschiedenen Stellen in der Bibel bestätigt.Die Krankheit des gerechten Hiob war das Werk des Teufels (Hiob 2,7). In Lukas 13,11-16 finden wir die Geschichte einer Frau, die gebeugt war, weil Satan sie bedrückte. Nach diesem Bericht war sie eine “Tochter Abrahams” (eine Gläubige), die “einen Krankheitsdämon” hatte. Als Jesus seine Hände auf sie legte, verliess der böse Geist sie, “und ihr Gang wurde sofort aufrecht, und sie pries Gott”. Jesus “bedrohte” das Fieber, das Petrus Schwiegermutter befallen hatte, und sie wurde gesund (Luk. 4,38-39). Jesus sprach offensichtlich zu einem Geist, der das Fieber verursachte; denn niemand bedroht eine Temperaturerhöhung. Jesus gebrauchte das gleiche Wort, um Satan (Mark. 8,33) und böse Geister (Mark. 9,25) zu bedrohen.Da die Heilige Schrift lehrt, dass alle Krankheit “Überwältigung des Teufels” ist (Ap. 10,38), ist jeder Christ, der krank ist, von Satan bedrängt und bedroht. Wenn Gefangene befreit werden sollen, müssen wir uns von der unbiblischen Lehre abwenden, dass Christen nicht vom Teufel angegriffen werden können. Manche Christen glauben, dass, wenn sie vor ihrer Bekehrung von bösen Geistern geplagt waren, sie bei ihrer Errettung automatisch von diesen befreit wurden. Wenn das wahr wäre, würden Christen nie unter Schmerzen, Krankheit, Furcht und geistiger Störung leiden. Wenn Satan nicht in das Leben von Gläubigen eindringen Kann, wie war es dann möglich, dass er in den Herzen der jünger Ananias und Saphira sein konnte (Ap. 5,1-11)? Manche Christen glauben, dass es zwar möglich ist, dass ein Gläubiger von Dämonen geplagt wird, aber nicht von ihnen besessen werden kann. Wir wollen nicht über Terminologie streiten, sondern uns ganz klar darüber sein, dass, wenn wir befreit werden wollen, wir es mit Satan zu tun haben, der der Urheber aller Krankheit ist. Durch persönliche Erfahrung und Beobachtung haben wir festgestellt, dass folgende Krankheiten und Zustände manchmal von bösen Geistern verursacht werden: Allergien, Arthritis, Asthma, Blindheit, Krebs, Krämpfe, Taubheit, Stummheit, Epilepsie, Fieber, Herzkrankheiten, geistige Störungen, Migräne, Schmerzen, Lahmheit und Stirnhöhleninfektionen . Wir glauben auch, dass alle bösartigen Gewächse von bösen Mächten verursacht werden. Nimm deshalb deine Heilung in Anspruch, indem du dich an Gottes Verheissungen hältst, und widerstehe dem Teufel im Namen Jesu, und befiehl allen Mächten, deinen Körper zu verlassen.Die Liebe GottesDie Bibel sagt: “Er, der seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?” (Rom. 8, 32). Unser Gott hat ein Herz voll Liebe für alle Menschen, und es ist sein Wunsch, jeden zu segnen, der seinem Wort^ glauben und gehorchen will. Gott hat zu jeder seiner Verheissungen in seinem Wort “ja” gesagt (2. Kor.T,20); es gibt keine Ausnahme. Wir haben aber auch gesehen, dass diese Verheissungen an Bedingungen gebunden sind. Wenn alle Hindernisse beseitigt worden sind, steht der Manifestation der Segnungen Gottes nichts mehr im Wege, und es ist möglich, alles zu erhalten, was Gott angeboten hat. Es fragt vielleicht jemand: “Wie ist es aber mit Schwester Sowieso und Bruder Sowieso, die ernstlich Gott um Heilung gebeten haben? Sie lebten in so enger Gemeinschaft mit Gott und hatten grossen Glauben an sein Wort und doch starben sie Warum wurden sie nicht geheilt? Gott kennt die Herzen und Gedanken eines jeden einzel-und niemandem ist es möglich, noch hat er das Recht zu sagen, warum jemand nicht geheilt wurde. Das Evangelium des Herrn Jesus Christus enthält trotzdem die Botschaft der Heilung sowie die Botschaft der Errettung von Sünde. Das ist die gute Nachricht; Gott hat Vorsorge getroffen, dass jedes seiner Kinder geheilt werden kann. An uns liegt es nun, unserer^ Glauben auf Gottes Wort und nicht auf jemandes Erfahrung zu stützen. Wenn wir sagen: “Ich kannte einen wirklichen Heiligen Gottes, der für Heilung glaubte, aber starb”, ist dies dasselbe, wie wenn wir sagen: “Ich kannte jemand, der seinen Teil eines Übereinkommens hielt, aber Gott hat sein Wort nicht gehalten.” Das ist eine gefährliche Beschuldigung Gott gegenüber - es ist, ihn einen Lügner nennen. Es sei ferne von uns, dass einer von uns so etwas denken, geschweige denn sagen sollte. Gott hält seine Verheissungen immer, und wenn jemand die Erfüllung einer Verheissung nicht erfährt, liegt es nicht an Gott, sondern an dem einzelnen, der Heilung, oder was es sonst sei, sucht. Wir wollen ehrlich sein mit uns selber und anerkennen, dass der Mensch irgendwo einen Fehler machte, denn Gott kann nicht lügen (4. Mose 23,19), und sein Wort steht auf ewig fest im Himmel (Psalm 119,89). Wer nicht sicher ist, wo er etwas falsch gemacht hat, soll Gott um Antwort fragen, und er wird es ihm zeigen (Jak. 1, 5-8). Lasst uns immer Gottes Wahrhaftigkeit und Treue ansehen, egal, was negative Erfahrungen anzuzeigen scheinen. Lasst uns nicht erstaunt sein, dass nicht alle geheilt werden. Es ist eher ein Wunder, dass trotz all des Zweifels und Unglaubens, der so verbreitet ist, so viele geheilt werden. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, von seinen Sünden errettet zu werden, und doch wird nicht jeder errettet. Der Grund, warum nicht alle geheilt werden, ist der gleiche -sie haben die Bedingungen nicht erfüllt, die in Gottes Wort genannt werden.Kapitel 4WIE MAN HEILUNG ER HÄLTGottes Wille Wer vom Herrn körperliche Heilung erhalten möchte, muss zuerst vollständig vom Worte Gottes her überzeugt sein, dass es Gottes Wille ist, dass wir in jeder Weise gesund sind. “Und darin besteht die Zuversicht, die wir zu ihm haben, er auf uns hört, wenn wir nach seinem Willen um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er auf uns hört bei dem, worum wir bitten, so wissen wir auch, dass wir das Erbetene wirklich besitzen, das wir von ihm erbeten haben” (1. Joh. 5,14-15). Hier kommt zum Ausdruck, wie wichtig es ist, dass wir Gottes Wort studieren, um seinen Willen zu erkennen. Wenn wir nicht wissen, dass Gott körperliche Heilung versprochen hat, haben wir keine Grundlage für den Aufbau unseres Glaubens. Wir müssen so davon überzeugt sein, dass Heilung ein Teil des Evangeliums und des Erlösungswerks Christi ist, dass auch die besten Argumente von solchen, die diese Wahrheit widerlegen, uns nicht davon abbringen können. Wenn wir wissen, dass es Gottes Wille für uns ist, dass wir geheilt werden, wird es uns auch nicht schwerfallen zu glauben, dass e: das tun wird, was er tun will.Ein reines HerzDa die Verheissungen Gottes von unserem Gehorsam abhängig sind, ist der zweite Schritt für unsere Heilung, dass wir unsere Herzen vor Gott in Ordnung bringen. Wenn wir als Folge von Sünde krank sind, müssen wir mit aufrichtigem Herzer bereuen (uns abwenden) und die Dinge in Ordnung bringen. Sind wir aber dann mit Gott in Ordnung, dürfen wir es dem Feind nicht erlauben, unseren Glauben zu lahmen, indem er uns einflüstert, dass wir es nicht wert sind, die Verheissungen der Heilung für uns in Anspruch zu nehmen. Wenn wir unsere Sünden bekennen und um Vergebung bitten, sollten wir sofort glauben, dass uns vergeben worden ist und wir angenommen sind durch das kostbare Blut Jesu. Dann können wir uns unserem Vater nahen “mit wahrhaftigem Herzen ii der Fülle des Glaubens, in den Herzen gereinigt vom bösen Gewissen und am Leibe gewaschen mit reinem Wasser” (Hebr. 10,22). In Psalm 84,12 wird gesagt, dass denen, die “unsträflich wandeln”, nichts Gutes vorenthalten wird. Bevor wir von Gott Heilung erwarten, sollten wir bereit sein, uns ganz dem wichtigen Befehl hinzugeben: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken” (Matth. 22,37). Dann sagt Gott: “Weil er an mir hängt, will ich ihn erretten, will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen. Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn schauen mein Heil” (Psalm 91, 14 u. 16). wir sind teuer erkauft, deshalb werden wir aufgefordert, Gott mit unserem Leibe und mit unserem Geiste zu verherrlichen (1. Kor. 6,2O). Unser vernünftiger Gottesdienst besteht darin, dass wir unsere Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer hingeben (Rom. 12,1). Nur wenn wir ein geheiligtes Leben führen, verspricht Gott, uns zu heilen und gesund zu erhalten.Glaube Nachdem wir vollständig überzeugt sind, dass es Gottes Wille ist, jeden Menschen von jeder Krankheit zu heilen, und wenn wir die Bedingungen erfüllt haben, ist der nächste Schritt zur Heilung, dass wir das im Glauben in Anspruch nehmen, was Gott uns durch seinen Sohn, Jesus, schon gegeben hat Als Gott die Kinder Israel aus Ägypten führte, hatte er einen weiteren Segen für sie. Er hat sie nicht nur aus der Knechtschaft befreit, sondern hat auch versprochen, ihnen ein neues Land zu geben: das Land Kanaan. Als die Israeliten schließlich den Jordan überquerten und nach Kanaan kamen, sagte Gott: “Jeden Ort, darauf eure Fusssohle treten wird, gebe ich euch, wie ich Mose versprochen habe” (Josua 1,3). Gott hatte versprochen, ihnen das Land zu geben, aber das Volk musste es einnehmen und als das Seine in Anspruch nehmen. Das gleiche Prinzip gilt für unsere Vorrechte in Christus Jesus. Gott hat Heilung für uns vorgesehen. Sie gehört uns. Aber wir müssen sie trotzdem im Glauben in Anspruch nehmen, bevor sie wirklich unser ist. Es haben schon manche Christen gesagt: “Wenn Gott will, dass ich geheilt werde, muss er mir einfach die Heilung geben. Gott kennt alle meine Bedürfnisse. Wenn er mich nicht heilt, dann will er wohl nicht, dass ich geheilt werde.” Wir müssen die Tatsache sehen, dass Gott schon alles getan hat, was für unsere Heilung nötig war. Vor fast 2.000 Jahren gab uns unser Vater Heilung als Teil unserer Erbschaft in Christus. Er wartet jetzt nur darauf, dass wir nehmen, was rechtsmässig uns gehört.Als Jesus ausrief: “Es ist vollbracht” (Joh. 19,30), meinte er damit, dass das Erlösungswerk in den Augen Gottes vollkommen getan war. Was Gott betrifft, wurden wir geheilt, als Jesus die Wunden an seinem Körper ans Kreuz trug. Der gleiche Gedanke kommt in Matth. 8,17 zum Ausdruck: “Er nahm (Vergangenheit) unsere Gebrechen weg und unsere Krankheit trug (Vergangenheit) er fort”. Und wiederum steht im Wort Gottes geschrieben: “Er hat unsere Sünden an seinem selber an das Holz hinaufgetragen, damit wir von den Sünden loskämen und der Gerechtigkeit lebten; ‘durch seine Runden seid ihr geheilt worden1 ” (1. Petr. 2,24). Der Glaube nimmt, was Gott uns schon angeboten und gegeben hat. Wie wir schon gesehen haben, wurde unsere Heilung durch das Erlösungswerk Christi auf Golgatha erkauft. Und obschon die Verheissungen und Vorsehungen Gottes rechtlich uns gehören, erhalten wir sie nicht automatisch. Wir müssen sie zuerst im Glauben nehmen. Genauso wie wir unsere Wiedergeburt durch einen bewussten Willensakt erlebten, müssen auch Gottes Verheissungen durch einen bewussten Willensakt in Anspruch genommen werden. Es ist wahr, dass Gott alle unsere Bedürfnisse kennt, noch bevor wir ihn bitten, aber wir erhalten nur, was wir speziell in Anspruch nehmen (Matth. 7,7-11; Jak. 4,2).Jesus hat uns gesagt, wie wir die Segnungen erhalten können, die er durch seinen Tod und seine Auferstehung für uns erkauft hat. Nachdem er uns alles, was wir brauchen, versprochen hat, sagte er: “Alles, um was ihr betet und bittet, glaubet nur, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch zuteil werden” (Mark. 11,24). Dieser Vers erklärt deutlich, wie das Gebet des Glaubens gebetet werden soll. In kindlichem Glauben sollen wir unsere Bitten in Jesu Namen vor den Vater bringen und einfach glauben, dass wir in dem Moment, in dem wir um etwas bitten, auch die Antwort erhalten haben. Auf die Umstände sollen wir nicht sehen, denn die können sich evtl. erst später ändern. Aber wir haben die Antwort im Moment unseres Gebetes erhalten! Ein Beispiel: In vollem Galopp rannte Karls Pferd über das Feld. Plötzlich stoppte es und warf seinen jungen Reiter mit aller Wucht auf den Boden. Karl saß mit einer gebrochenen Hand und mit verschiedenen gequetschten Rippen am Boden. Da er Mark. 11,24 sehr gut kannte, nahm er seine Heilung im Glauben in Anspruch. Innerhalb von drei Wochen hatte sich die Heilung seiner gebrochenen Hand und seiner gequetschten Rippen vollständig manifestiert. Ist Sehen = Glauben? Viele sagen, dass dem so ist, und glauben nicht, dass sie geheilt sind, bis sie eine Änderung sehen. Diese “Thomasse” haben Mark. 11,24 so abgeändert: Alles , um was ihr betet oder bittet, wenn ihr etwas seht der fühlt, dann glaubt, dass ihr es empfangen habt.” Das  Gottes lehrt nicht, dass Sehen = Glauben ist; es sagt umgekehrt: Glauben ist Sehen. David sprach aus: “Ach, wenn ich nicht die Zuversicht hätte, die Güte des Herrn zu schauen im Lande der Lebenden … (ich wäre verzagt) ” (Psalm 27,13). Die Frau mit dem Blutfluss glaubte zuerst, und dann fühlte sie in ihrem Körper, dass sie gesund war (Mark. 5,24-34) .Zuerst Glauben und dann Fühlen, das ist die Reihenfolge, die für Heilung gilt und von der Gott nicht abgeht. Christus gibt uns die Autorität, dass wir unser Gebet als er- ,|f| hört ansehen können in dem Moment, wo wir um Heilung bieten. (Das gilt auch, wenn wir um andere Segnungen bitten,  die er versprochen hat.) Glaube bedeutet: Wir vertrauen Gott, dass er das schon getan hat, um was wir ihn gebeten haben. Wir glauben, dass es getan ist, nicht weil wir es sehen, sondern weil Gottes Wort uns sagt, dass es getan ist. Das ist Glaube, wenn Gottes Wort unsere einzige Grundlage ist, auf die wir die Erhörung unseres Gebetes bauen. Nach Gottes Wort empfangen wir unsere Heilung erst, wenn wir glauben, dass unsere Bitte um Heilung erhört ist (1. Joh. 5,14-15). Die Manifestation kommt immer erst, nachdem wir glauben. Vielleicht schon im nächsten Augenblick, vielleicht erst nach einer Woche, vielleicht nach einem Monat oder noch später. Wenn wir also unser Gebet beantwortet sehen wollen, müssen wir die Antwort im Glauben annehmen, bevor wir sie sehen. Christen, die ihre Heilung im Augenblick ihres Gebetes nicht annehmen, nur weil sie keine Besserung spüren, sehen oft keine Manifestation ihrer Heilung. Und so beten sie weiter für dasselbe Anliegen in der Hoffnung, dass Gott durch die Wiederholung ihrer Worte bewegt wird. Gott wird aber nicht durch das Wiederholen von Worten bewegt (Matth. 6,7), sondern durch Glauben. Wenn wir anhaltend um Dinge bitten, die Gott uns verheißen hat, glauben wir nicht, dass wir die Antwort schon erhalten haben. Wenn wir wahren biblischen Glauben haben, brauchen wir nur einmal zu bitten, weil wir wissen, dass wir die Antwort schon erhalten haben, als wir darum baten (Mark. 11,24). Manche, die denken, man sollte wiederholt, für die gleiche Sache beten, führen das Gleichnis von der Witwe und dem Richter an (Luk. 18,1-8), um sich zu rechtfertigen. Mit diesem Beispiel lehrte uns Jesus Ausdauer im Gebet. Wir wissen, dass die Wahrheit, die Jesus hier lehrt, nicht im Gegensatz zu dem stehen kann, was er selber über Gebetserhörung sagt: Der Glaube kommt  vor  der Manifestation.Wenn wir Heilung vom Herrn in Anspruch nehmen und auf die Manifestation warten müssen, sollen wir unsere Ausdauer Gott dadurch zeigen, dass wir ihn an unseren Glauben an die Heilung erinnern. Gott freut sich, wenn er sieht, wie seine Kinder seinem Wort so Glauben schenken, dass sie ihn ständig an ihre Heilung durch Vorhalten seines Wortes erinnern (Jes. 43,26). Es war Ausdauer, was das Herz des ungerechten Richters bewegte. Wieviel mehr wird Ausdauer das Herz unseres liebenden Vaters bewegen!Ein Beispiel: Fünf Jahre lang hatte Margarete für die Heilung ihres grünen Stars gebetet. Als sie dann die Verkündigung über Glaube hörte, entschloss sie sich, ein letztes Mal zu beten und dabei Gott für ihre Heilung zu glauben. Sie betete ein Gebet des Glaubens, dankte und pries Jesus für sein vollendetes Werk. Sie umgab sich mit den Wahrheiten des Glaubens und sah sich sechs Wochen lang widersprechenden Symptomen ihrer Krankheit gegenüber. Dann kam die wunderbare Offenbarung ihrer Heilung; sie ist ganz frei von grünem Star. Einige werden nicht geheilt, weil sie ihren fünf Sinnen mehr glauben als dem Wort Gottes. Gott hat in das Herz eines jeden Gläubigen “das Mass des Glaubens” (Rom. 12,3) gegeben. Wir können Gott und sein Wort nur durch Glauben verstehen und begreifen. Die Bibel sagt: “Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (ihm) wohlzugefallen; denn wer .Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird” (Hebr. 11,6). Die Bibel sagt uns auch, dass wir im Glauben und nicht im Schauen wandeln sollen (2. Kor. 5,7). Die Dinge Gottes können nicht mit den fünf Sinnen erfasst werden. Diejenigen, die nicht bereit sind an ihre Heilung zu glauben, bevor sie etwas sehen oder fühlen, dass sie geheilt sind, haben noch nicht gelernt, was Glaube ist. Die biblische Definition für “Glaube” finden wir in Hebr. 11 ,1: “Es ist aber der Glaube eine Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.” Glaube ist eine handfeste Zuversicht; er ist eine Wirklichkeit und steht anstelle der Antwort auf unsere Gebete, bis sich das Gebet im sichtbaren Bereich offenbart. Das bedeutet, dass, wenn wir unsere Heilung im Glauben in Anspruch nehmen, unser Glaube anstelle unserer Heilung steht, bis diese offenbar wird.Wenn etwas in einem Spiegel gesehen werden kann, dann existiert es auch in Wirklichkeit. Unser Glaube ist das genaue Siegelbild von dem, was wir bitten. Da ein Spiegelbild die Reflektion der Wirklichkeit ist, ist das, um was wir im Glauben beten, schon unser. Alles, was wir jetzt noch zu tun haben, ist, auf die Offenbarwerdung warten.Laut Hebr. 11,1 ist Glaube auch der Beweis, dass wir das schon haben, um was wir beten, bevor wir es sehen. Wenn wir die Antwort mit unserem natürlichen Auge sehen könnten, wäre kein Glaube nötig. Die Tatsache, dass wir glauben, ist der Beweis dafür, dass das schon existiert, was wir noch nicht sehen. Wenn wir in unserem Herzen glauben, dass wir geheilt sind, bevor wir es sehen (Mark. 11,24), beweist unser Glaube, dass wir haben, worum wir gebetet haben.Es ist auch bemerkenswert, dass Hebr. 11,1 so beginnt: “Es ist aber der Glaube …” Glaube ist immer “jetzt” (Gegenwart)  Hoffnung setzt alles in die Zukunft, aber Glaube erhält die Antwort in der Gegenwart. Wer darauf wartet, dass Gott ihn vielleicht” eines Tages” heilen wird, wird diesen Tag vielleicht nie sehen; denn er übt Hoffnung aus, nicht Glauben.Wir können es uns nicht leisten, unsere Heilung auf einen Tag in der Zukunft hinauszuschieben; denn Gott hat nicht verheissen, irgend jemand “irgendwann” zu heilen. Er hat uns schon in seinem Wort gesagt, dass wir geheilt wurden, als’ Jesus am Kreuz starb. Der Glaube spricht aus: “Weil wir auf Golgatha geheilt wurden, sind wir jetzt geheilt.” Wir müssen die Heilung für uns annehmen, wenn wir beten, und glauben, dass wir geheilt sind, noch bevor sich die Umstände ändern. Da unser Glaube der eigentliche Beweis ist, dass wir unsere Heilung haben, können wir sicher sein, dass die Heilung, die wir vom Herrn erbitten, offenbart werden wird.Die Bibel lehrt uns, dass ein Sünder glauben soll, dass er errettet ist, und seine Errettung nur auf den Grund der Verheissung Gottes stellen soll, noch bevor er die Freude der Sündenvergebung fühlt. Die Freude und die Gefühle werden kommen, wenn er nur glaubt und die Gabe der Errettung annimmt.Die gleiche Bibel lehrt uns, dass die Kranken glauben müssen dass sie geheilt sind, ganz gleich, wie sie sich fühlen. Sie müssen allein aufgrund des Wortes Gottes glauben, dass sie gesund sind. Sie werden die Freude der Heilung erfahren, wenn sie sich fest an das Wort Gottes halten und glauben, dass es getan ist.Kein körperliches Gefühl, wie z. B. Schmerz, sollte je ein guter Grund sein, um an der Erfüllung irgendeiner göttliche Verheissung zu zweifeln. Wie töricht wäre es, wenn wir an unserer Erlösung zweifelten, nur weil wir nicht spüren, dass uns vergeben ist! Es ist genauso töricht, an Gottes Verhei-ssungen für Heilung zu zweifeln, nur weil wir noch Schmerz sonst ein unangenehmes Gefühl spüren. ist nun der Unterschied zwischen göttlicher Heilung  uns die Bibel lehrt, und der Lehre der Christlichen Wissenschaft ? Die Antwort ist einfach. Die Christliche Wissgnschaft  leugnet, dass Jesus ins Fleisch kam und sein Körper Fleisch und Blut war. Diese Auffassung ist antichristlieh. Die Bibel lehrt uns, dass Heilung ein Teil des Erlösungswerkes Christi ist, das er auf Golgatha vollbracht hat. In der Philosophie der Christlichen Wissenschaft gibt es weder Sünde noch Krankheit, und so ist auch keine Erlösung nötig. Wir lehren nicht, dass nur der Geist wirklich ist, nicht aber die Materie, wie manche annehmen; wir sagen nicht, dass es keine Krankheit gibt. Krankheit ist eine krasse Wirklichkeit! Die Bibel versucht nicht, die Tatsache zu verdecken, dass Christen krank sein können. Aber Gott gibt uns die Heilmittel für alle Krankheiten: das Blut Jesu und sein Wort. Wenn wir den Richtlinien des Glaubens folgen, die in Gottes Wort festgelegt sind, und sie in unserem Leben anwenden, werden wir die Erfüllung der Verheissungen erleben.Gott warnt uns davor, auf unsere Umstände zu sehen, wenn wir Heilung für uns in Anspruch nehmen; wir müssen unsere Augen auf ihn und sein Wort gerichtet halten. Die Wellen waren gleich hoch, als Petrus auf dem Wasser wandelte, wie in dem Augenblick, als er zu sinken begann. Solange er die Umstände nicht ansah, konnten sie ihn nicht hindern. Doch in dem Moment, als er von Jesus wegsah und sich auf den Wind und die Wellen konzentrierte, begann er zu sinken. Wenn wir uns mit unseren Umständen und Gefühlen beschäftigen, anstatt uns an sein Wort zu halten, verlieren wir alles, was Gott uns angeboten hat. Wenn wir uns aber an seine Verheissungen halten, wird er uns alles geben, was er uns versprochen hat.Viele erleben den Anfang der Offenbarwerdung ihrer Heilung, aber verlieren sie wieder, weil sie ihre Aufmerksamkeit von Gottes Wort weg auf die Umstände und ihre Gefühle lenken. Nachdem wir den Schritt des Glaubens für Heilung getan haben , müssen wir fest entschlossen sein, unser Augenmerk auf nichts anderes als auf Gott und sein Wort zu richten.e Bibel sagt: “Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige ein Ohr meinen Worten. Lass sie nie aus den Augen, bewahre in im innersten Herzen. Denn sie sind Leben dem, der ihrer teilhaftig wird, und seinem ganzen Leib eine Arznei” Spr. 4, 20-22). Hier werden wir ermahnt, uns mit unseren Gedanken,Augen, Ohren und Herzen ganz mit Gottes Verheissungen zu beschäftigen. Wenn wir das tun, werden wir keine Zeit haben für Unglauben, Furcht und Entmutigung. Und soweit wir diese Verse in die Praxis umsetzen, soweit wird das Wort in unserem ganzen Leib Gesundheit wirken.Am Glauben Abrahams können wir wohl die grösste Lektion über Glauben lernen, “welcher gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin glaubte, damit er der Vater vieler Völker würde nach dem Ausspruch: ‘So soll deine Nachkommenschaft sein.’ Und er war nicht schwach im Glauben, noch zog er seinen schon erstorbenen Leib in Betracht, obschon er fast hundertjährig war, noch den erstorbenen Leib der Sara; an der Verheissung Gottes aber zweifelte er nicht in Unglauben, sondern er wurde stark im Glauben, indem er Gott die Ehre gab und völlig überzeugt war, was er verheissen habe, das vermöge er auch zu tun” (Rom. 4,18-21). Abraham ignorierte seinen Verstand, der ihm sagte, dass er fast hundert Jahre alt war, viel zu alt, um noch Vater von Kindern zu werden. Er kannte sein Alter und war sich auch der Unfruchtbarkeit seiner Frau Sara bewusst. Im Natürlichen war die Geburt des Isaak unmöglich. Und doch glaubte Abraham Gott, und er erlebte das Wunder, weil er sich fortwährend an Gottes Verheissung hielt.Wenn wir uns mit unseren Krankheitserscheinungen beschäftigen, anstatt mit Gottes Wort, zweifeln wir an der Treue Gottes. “Die an nichtige Götzen sich halten, verlassen ihn, ihre Zuflucht” (Jona 2,9). Unser himmlischer Vater weigert sich nie, seinen Kindern gnädig zu sein, aber viele Christen lehnen seine Gnade ab, indem sie auf ihre Symptome schauen. Die Symptome sind zwar eine Wirklichkeit, wenn sie aber Gottes Wort widersprechen und uns sagen, dass wir nicht geheilt sind, können wir sie als “lügnerische Nichtigkeiten” beiseite legen. Wiederum ein Beispiel: Der junge Jim war Verteidiger in einer Oberschul - Fußballmannschaft. Er wurde während eines Übungsspieles heftig angegriffen, und sein Knie sprang aus dem Gelenk. Währen der auf dem Boden lag, schrieen die Trainer nach einem Krankenwagen. Jim hatte schon vor einem Jahr die gleiche Verletzung gehabt, und die Ärzte hatten ihm geraten, sich operieren zu lassen. Jim hatte jedoch die Botschaft über göttliche Heilung gehört und gelernt, nicht auf die Umstände zu sehen. Er sagte den Trainern, dass sie ihn alleine lassen sollten, es ginge ihm gleich wieder gut. Er fing an, im Geist zu beten und zitierte wiederholt 1. Per. 2,24. In weniger als einer Minute war sein Knie wieder eingerenkt, und er konnte am selben Abend wieder springen.Unsere fünf Sinne bestimmen den natürlichen Menschen in der natürlichen Welt, aber um Segnungen von Gott zu empfangen, muss der Glaube den geistlichen Menschen bestimmen. Wir können annehmen, was unsere Sinne uns sagen, solange sie nicht Gottes Wort widersprechen. Wenn sie aber nicht mit dem Wort übereinstimmen, müssen wir sie ignorieren und aufgrund des Wortes Gottes handeln”!Wir sind immer sicher, wenn wir Gott vertrauen, ganz gleich, wie sehr sich uns entgegengesetzte Symptome aufdrängen mögen. Was Gott sagt, ist immer wahr. “Vielmehr aber muss Gott wahrhaft sein, jeder Mensch aber ein Lügner” (Rom. 3,4). Körperliche Empfindungen sind eine Lüge, wenn sie nicht mit Gottes Wort übereinstimmen.Glaube ist das Vernünftigste, was es im Universum gibt; denn er ist auf die grössten Tatsachen und Wahrheiten gegründet. Der Glaube sieht die Verheissungen Gottes und seine Treue, die beide sicherer sind als die Grundlagen der Welt. Der Glaube sieht, dass Heilung, die am Kreuz vollbracht wurde, jetzt schon uns gehört. Der Glaube reagiert auf die Worte “durch seine Wunden seid ihr geheilt worden” (1. Petr. 2,24) und handelt danach. Glauben heisst, allein Gott vertrauen.Ein viel grösserer Segen als die Heilung selber ist die Beantwortung des Gebets. Das Gebet des Glaubens kann für jede Not angewandt werden. Es ist ein grosser Fehler zu glauben, dass etwas nicht existiert, nur weil es mit dem natürlichen Auge nicht gesehen werden kann. Wieviele von uns glauben, dass unsere Namen im Buch des Lebens geschrieben sind? Doch wer von uns hat das Buch je gesehen? Viele glauben, dass es einen Himmel gibt. Doch wieviele haben ihn je gesehen? Dasselbe trifft auf göttliche Heilung zu. Die grossen Wahrheiten Gottes sind heute noch genauso wahr wie früher. wir können glauben, dass wir geheilt sind, weil sein Wort wahr ist, denn Jes. 53,4-5, Matth. 8,17 und 1. Petr. 2,24 sind nicht nur Verheissungen, sondern Tatsachen.                                            Bekennen